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Mieten ist oft besser als kaufen

12.02.2015

Hoteliers stehen vor der Frage, ob sie sich für Mietwäsche entscheiden sollen oder doch der Eigenwäsche den Vorzug geben wollen. Hier gilt es, einige Aspekte zu berücksichtigen. Die ÖGZ hat sich umgehört.

Text: Alexander Grübling

 

Textilien sind eines der Aushängeschilder von Hotels. Betrachtet man allerdings die Investitionskosten, etwa für Bettwäsche, stellen sich Hoteliers berechtigterweise bald die Frage, ob man kaufen oder mieten soll. Auch was die gesamte Logistik rund ums Wäschethema angeht, macht ein Wechsel zur Mietwäsche durchaus Sinn. Die Option, ohne hohe Investitionen auf neue Wäsche umzusteigen, ist ein weiteres Argument pro Mietwäsche. Und dass auch das Thema Umweltschutz eine bedeutende Rolle spielt, ist bekannt. Hier haben Mietwäscheanbieter die Nase vorn, denn bei diesen kommen präzise gesteuerte Prozesse zum Einsatz, um für eine durchgehende Optimierung aller Parameter des Waschzyklus zu sorgen. Dieses Wissen fehlt Verbrauchern meist, das gilt nicht selten auch für Inhouse-Wäschereien von Hotels. Belegt wird das auch von einer Studie der European Textile Association (ETSA) aus dem Jahr 2014 zum Verbraucherverhalten beim privaten Waschen von Arbeitskleidung: So wirkt sich das Waschen von Arbeitskleidung zu Hause nachteiliger auf die Umwelt aus als das Waschen in einer Großwäscherei. Salesianer Miettex etwa bietet seinen Kunden eine Nachhaltigkeitsgarantie. Diese ist eine eingetragene Gewährleistungsmarke und besagt, dass die gelieferten Textilien ausschließlich durch den Einsatz nachhaltiger, umweltschonender Verfahren gewaschen und gepflegt werden. Durch die Optimierung der Prozesse konnte das Unternehmen in den vergangenen Jahren den Energieverbrauch pro Kilogramm Wäsche um ca. 30 Prozent und den Wasserverbrauch um ca. 40 Prozent senken. „Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sind wesentliche Elemente unserer Unternehmensphilosophie. In den letzten fünf Jahren konnten wir unseren CO2-Ausstoß um 2.800 Tonnen reduzieren“, sagt Dr. Andreas Philipp, Geschäftsführer von Salesianer Miettex. Zur Veranschaulichung: 2.800 Tonnen CO2 entsprechen der jährlichen Emission von 450 Einfamilienhaushalten. Das ist eine ganze Menge.

Mietwäsche in der Praxis
„Damit bieten wir unseren anspruchsvollen Gästen sowohl im Pertschy Palais Hotel als auch im Alma Boutique Hotel stets eine qualitativ hochwertige und einwandfreie Ausstattung von Frottee-, Bett- und Tischwäsche. Wir optimieren die Personalkosten und sparen Anschaffungs- und Instandhaltungskosten für Wäsche, Wasch- und Bügelmaschinen“, sagt Günter Gartler, Hoteldirektor Pertschy Hotels Wien, auf die Frage, wie seine Bilanz zum Thema Mietwäsche aussieht.
Sein Tipp an Hoteliers, die mit dem Gedanken spielen, auf Mietwäsche umzusteigen: „Vergleichen Sie ganz genau die Produkte mehrerer Anbieter nicht nur hinsichtlich des Stückpreises, sondern auch in Bezug auf Qualität, Liefer-und Zahlungskonditionen. Halten Sie die Vertragslaufzeit so gering wie möglich und fragen sie Kollegen nach deren Zufriedenheit.“

Ständige Verfügbarkeit
Das BinderS Hotel in Innsbruck ist seit mehr als 20 Jahren zufriedener Kunde von Salesianer Miettex. Inhaber Markus Binder sieht die Vorteile in der ständigen Verfügbarkeit, den frei gewordenen Lagerflächen sowie der Planbarkeit: „Wir haben immer ausreichend Wäsche auf Lager, verschwenden auch nie irgendeinen Gedanken daran, etwas zu flicken, der Schwund wird ersetzt, und es ist dadurch Platz frei geworden.“ Markus Binder schätzt zudem „die einfachere Planbarkeit“.
Seine Message an Kollegen: „In der Stadthotellerie ist Mietwäsche einfacher zu kalkulieren, auch für den Anbieter. Aber: Je mehr man aber auch mit der Haptik einen USP setzen will, desto schwieriger wird es mit Mietwäsche“, denn die sei überwiegend einheitlich. Bei der Verwendung von Eigenwäsche gab es im BinderS eigentlich zwei große Problemfelder:
„Verschleiß und Klau“, merkt Binder an. Er ist grundsätzlich ein Freund des Outsourcings, und zwar überall da, wo es um variable Kosten geht. Dazu gehören etwa Liftwartung oder Reinigungskosten. Aber das ist eine andere Geschichte ...

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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