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Millirahmstrudel und Fiakergulasch in Hamburg

13.02.2008

Wiener Kaffeehauskultur goes international. Wiener Kaffee-Charme erobert Deutschland. Von Wien nach Hamburg – ganze 940 Kilometer trennen Österreichs Hauptstadt und die Metropole im Norden Deutschlands. Julius Meinl eröffnet sein erstes Kaffeehaus in der Europa-Passage in Hamburg.

Hamburg zählt neben Triest zu den größten Kaffeehandels-Metropolen Europas. Die Marke Julius Meinl ist über den österreichischen Markt hinaus international äußerst erfolgreich vertreten. So beispielsweise in Italien, wo Julius Meinl in nur drei Jahren seinen Kaffeeumsatz mehr als verdoppeln konnte. „Unser Kerngeschäft ist der Kaffee und als Unternehmen, das 1862 in Wien gegründet wurde, fühlen wir uns stets der Wiener Kaffee- und Kaffeehauskultur verpflichtet“, betont Marcel Löffler, CEO Meinl Industrieholding.
Deutsches Flagship-Café
Das erste Meinl Kaffeehaus in den USA wurde vor knapp vier Jahren in Chicago eröffnet. Ein weiteres Flagship-Café wurde nun in der deutschen Metropole Hamburg in der Europa-Passage mit Blick auf die Alster – ein Pendant zu Meinl am Graben in Wien – eröffnet. „Unser Ziel ist es, die moderne Kaffeehauskultur und das typische Wiener Kaffeearoma auch in die deutsche Gastronomie zu bringen.
Das Hamburger Projekt ist der vorläufige Höhepunkt der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem Mailänder Stararchitekten und Designer Matteo Thun und Julius Meinl“, meint Löffler. So galt es den typischen Charakter des klassischen Wiener Kaffeehauses erlebbar zu machen und Tradition mit Moderne zu verbinden. Stilelemente, die an den Ursprung des Wiener Kaffees erinnern, wurden völlig neu interpretiert und dem heutigen Lifestyle angepasst. Die Sitzmöbel, in warmem Rot gehalten, sorgen nicht nur für eine behagliche Stimmung, sondern stehen auch für das typische Design des Unternehmens. Ergänzt durch das besondere Holz der „Räuchereiche“ taucht der Hamburger Gast stilecht in die unvergleichliche Welt des traditionellen Wiener Kaffeehauses ein.
Damit die Hamburger auch wirklichen Wiener Kaffee trinken können, hat Meinl-Barista Johanna Wechselberger die deutschen Baristi in Sachen richtige Kaffeezubereitung intensiv trainiert. Die Gäste werden nicht nur mit 20 verschiedenen Wiener Kaffeespezialitäten sowie neu kreierten Kaffe-Cocktails verwöhnt, sondern auch mit Kaiserschmarrn und Millirahmstrudel sowie verschiedenen Torten, die nach Meinl-Rezepten von einem Hamburger Konditor gebacken werden. Weiters gibt es die klassischen Kaffeehausgerichte wie Esterhazybraten, Fiakergulasch oder Wiener Schnitzel.
Expansion mit Erfolg
Neben dem deutschen Markteintritt hat Julius Meinl seine Aktivitäten in Zentral- und Osteuropa sowie in der nordamerikanischen Pilotregion Chicago erfolgreich aufgebaut und setzt in Zukunft auf Expansion. So werden demnächst noch zwei neue Meinl-Cafés in Chicago eröffnet und eines in Moskau, wo im Winter der Schanigarten zur Eislauffläche mutiert. Das Unternehmen beliefert bereits heute die beiden großen amerikanischen Hotelketten Ritz Carlton und Four Seasons mit Meinl-Kaffee. „Wir machen derzeit 110 Millione Euro Umsatz und erwarten in den nächsten fünfJahren durch die schrittweise inter­nationale Expansion eine Umsatz von 250 Millionen Euro“, erklärt Marcel Löffler. Weiters betont er, dass die Julius Meinl Cafés keine Kaffeehauskette werden sollen. „Wir nützen sie als Mittel zum Zweck, um unsere Marke international zu entwickeln und diese im Kaffee-Premiumbereich der Gastronomie zu etablieren: Wir möchten Julius Meinl zur Weltmarke machen!“

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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