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Minus bleibt minus

19.02.2015

Österreichs Tourismusbilanz für 2014 weist ein zartes Minus auf. So wurde von Jänner bis Dezember des Vorjahres bei den Nächtigungen insgesamt ein Rückgang von 0,6 Prozent (13,86 Mio. Nächtigungen) im Vergleich zur Rekordsaison des Vorjahres (132,63 Mio.) gezählt. Sowohl inländische (-0,3 Prozent auf 35,65 Mio.) also auch ausländische Gästenächtigungen (-0,7 Prozent auf 96,21 Mio.) waren rückläufig. Das meldet die Statistik Austria.
„Die Situation ist keinesfalls dramatisch, aber doch herausfordernd“, sagt Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft. Schließlich bedeuten rückläufige Zahlen auch rückläufige Umsätze und Erträge. Allerdings spiele sich der leichte Nächtigungsrückgang bei den gewerblichen Beherbergungsbetrieben in einem überschaubaren Bereich von 0,2 Prozent ab, so Nocker-Schwarzenbacher.

Wo Schatten, da auch Licht
Freude kommt hingegen bei der Obfrau auf, wenn sie an die November-/Dezember-Zahlen denkt. Denn hier konnte mit 15,13 Mio. Nächtigungen (plus 1,1 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode) das beste Ergebnis seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen verzeichnet werden. „Dies verdanken wir vor allem unseren ausländischen Gästen, die mit einem Plus von 1,7 Prozent auf 10,93 Mio. angestiegen sind“, analysiert Nocker-Schwarzenbacher. Um allerdings das von der Bundesregierung gesteckte Ziel von 140 Millionen Nächtigungen bis 2018 zu erreichen, seien allerdings noch verstärkte Ini-tiativen notwendig. Positiv in diesem Zusammenhang bewertet die Tourismusobfrau die Initiative zur Förderpolitik des Wirtschaftsministeriums. Durch das Finanzierungspaket von Tourismusminister Reinhold Mitterlehner, welches in Kooperation mit der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) und der Europäischen Investitionsbank (EIB) erfolgt, können heimische Tourismusbetriebe zusätzlich 250 Millionen Euro an zinsgünstigen Kreditmitteln abrufen. „Zinsgünstige Kredite für die heimische Tourismuswirtschaft sind Basis für unsere Investitionen und gerade in der jetzigen Zeit unverzichtbar“, so Nocker-Schwarzenbacher. grü

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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