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Mit einem blauen Auge

12.04.2007

Die Buchungslage war vor allem in den höher gelegenen Skigebieten zufriedenstellend und auch der Städtetourismus lief vor allem in Salzburg und Wien gut“, sagte der Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Sepp Schellhorn. „Es waren jedenfalls nicht ‚jene Katastrophen-Ostern‘, die noch vor den Schneefällen befürchtet wurden“.

In Wien ist man bescheiden
Beim Wien-Tourismus zeigt man sich vorsichtig: „Es ist bereits ein ambitioniertes Ziel, dass es so gut wird wie im letzten Jahr.“ Im Jahr 2006 habe man schließlich dank EU 20-prozentige Steigerungsraten ausgewiesen. Allerdings könne man jetzt noch keine fixe Prognose abgeben, da Städtereisende immer sehr kurzfristig gebucht werden und die Osterergebnisse daher noch nicht vorliegen.
Gute Buchungslage
In Niederösterreichs Wintersportgebieten hat man nach den starken Schneefällen aufgeatmet, Pisten und Loipen wurden für die Osterferien wieder präpariert. Die Skifans schien die Schneesicherheit ebenfalls zu freuen: Die Buchungslage etwa für das Hochkar war durchaus gut.
Durchschnittliche Buchungen
In der bisherigen Wintersaison wurden in Oberösterreich 504.800 Ankünfte und 1,538 Mio. Nächtigungen registriert. Das bedeutet eine Steigerung von 5,5 Prozent bei der Anzahl der Gäste und 4,3 bei den Übernachtungen gegen­über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch die Tourismus­umsätze zeigten im Vergleichszeitraum November bis Jänner 2007 ein Plus von 4,0 Prozent.
Die Osterferien waren „durchschnittlich“ – etwa vergleichbar mit dem Vorjahr – gebucht.

Hervorragender Schnee
Als Sensation bezeichnet der Chef der Salzburger Land Tourismus Gesellschaft (SLT), Leo Bauernberger, dass von Saisonbeginn bis Ende Februar ein Plus von 100.000 Nächtigungen verzeichnet werden konnte (Gesamtergebnis Winter 2005/06: 13,6 Millionen Übernachtungen). Die Gäste hätten trotz der Negativkampagne der Medien mit dem Schlagwort „grüne Pisten“ an den Winter geglaubt. Bauernberger lobt Salzburgs Bergbahnen für ihre unermüdliche und erfolgreiche Beschneiung der Skipisten. Weil die Faschingswoche heuer auf Ende Februar fiel und daher für den März ein leichtes Minus zu erwarten sei, „wird es heuer insgesamt kein Rekordwinter werden“, vermutet der Tourismusmanager, „obwohl der späte Wintereinbruch den meisten Salzburger Skigebieten genügend Schneevorrat für die Osterwoche beschert hat und die Buchungslage dementsprechend gut war“.
Leichtes Minus
Was die gesamte Wintersaison betrifft, hoffte die Tirol Werbung, mit einem leichten Minus davonzukommen. Man gehe von einem Nächtigungsrückgang zwischen einem und zwei Prozent aus. Bei den Umsätzen dürfte am Ende aber ein Plus herausschauen. In den Monaten November bis Februar gab es 1,1 Prozent weniger Übernachtungen, 3,4 Prozent weniger Ankünfte und 2,6 Prozent mehr Umsätze. In der noch bis Ende April laufenden Saison reisten laut einer Zwischenbilanz bisher 3,2 Mio. Gäste an.
Weniger Nächtigungen
In der bisherigen Wintersaison (November 2006 bis Februar 2007) hat der Tourismus in Vorarlberg 2,9 Mio. Nächtigungen verzeichnet, das bedeutet einen Rückgang von 3,5 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Gästeankünfte (615.800) nahm nach Angaben der Landesstelle für Statistik um 6,6 Prozent ab. Das Februar-Nächtigungsergebnis lag allerdings über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.
Die Vorarlberger Skiregionen freuten sich über eine gute bis sehr gute Buchungssituation in der Karwoche. Lech am Arlberg war praktisch ausgebucht, im Montafon war die Buchungslage „gut im Vergleich mit den letzten Jahren“ und auch die Touristikbetriebe im Bregenzerwald waren „gut gebucht“.
Hochstimmung
Im Kärntner Tourismus herrscht derzeit Hochstimmung: Sowohl der Verlauf der bisherigen Wintersaison als auch die Buchungslage für die Oster-Feiertage waren mehr als zufriedenstellend. Bis inklusive Februar konnte das südlichste Bundesland trotz des eher schneearmen Winters ein Nächtigungsplus von mehr als 3,5 Prozent einfahren, der Februar war mit fast zehn Prozent Steigerung „einsame Spitze“ unter allen Bundesländern.
Schwieriger Winter
Die heurige Wintersaison hat in Anbetracht des touristisch „schwierigen Winters“ mit einem Minus von 1,1 Prozent bei den Ankünften und einem Minus von 0,9 Prozent bei den Übernachtungen ein sehr ordentliches Ergebnis gebracht.
„Mit diesem Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr kann die Steiermark wirklich zufrieden sein, auch wenn sehr, sehr unterschiedliche Ergebnisse erzielt wurden“, resümiert Georg Bliem. Es gebe viele zufriedene Gesichter in den Wintersportorten, aber auch sorgenvolle in den schneearmen Skigebieten. „Große Bringer“ waren die wetterfeste Ganzjahresdestination „Steirisches Thermenland“ und die Gesundheits- und Wellnesshotellerie.
Durchwegs gute Auslastung
Im Februar dieses Jahres stieg die Zahl der Nächtigungen im Burgenland im Vergleich zum Vorjahreswert um 9,2 Prozent auf 113.800. Die Auslastung über die Osterferien im Burgenland waren durchwegs gut, heißt es vom Burgenland Tourismus. Die größeren Hotels bei den Thermen und Wellnesseinrichtungen waren bis zu 90 Prozent belegt, für die Drei-Sterne-Häuser oder privaten Zimmervermieter lief es eher mäßig.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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