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Mit Leib und Seele gelebter Genuss

30.09.2010

Das Gasthaus Leban von Carina und Josef jun. Leban in Kittsee punktet mit frischer Küche und regionalen Produkten. Seit drei Generationen führt die Familie Leban das Gasthaus in Kittsee.

Nach Wanderjahren in Tirol und in München übernahm Josef Leban jun. 2004 das Lokal, verbunden mit einem großen Umbau. Das Landgasthaus wurde vergrößert und Gästezimmer kamen dazu. Überhaupt hat sich einiges geändert. Die Küche war für das Landgasthaus früher nicht so wichtig, denn nur auf Bestellung, also bei Hochzeiten oder Taufen, wurde richtig aufgekocht. Und irgendwie schien es, durch die Lage an der Grenze, als wäre Kittsee am Ende der Welt.

Das was zählt, ist einfach die Qualität der Produkte
Mittlerweile ist richtiges Leben in die Region gekommen. Mit der Öffnung der Grenze und der stärkeren Verbindung zu Bratislava ist auch Kittsee und seine Umgebung immer interessanter geworden. Im Gasthaus Leban steht der Chef persönlich täglich (außgenommen Montag und Dienstag, den beiden Ruhetagen) in der Küche und auf der Karte stehen gutbürgerliche A-la-carte-Gerichte. Zu den Gästen zählen Einheimische genau so wie Slowaken und Wiener. Beim Ausflug nach Bratislava passt ein Abstecher nach Kittsee gut ins Programm und für die Bewohner der slowakischen Hauptstadt sind die 10 Minuten Autofahrt so und so ein Katzensprung. Durch die gemütliche Atmosphäre und die frische Küche mit regionalen Schmankerln ist der Stammkundenanteil stetig im Steigen. „Für die österreichischen Gäste ist das Markenbewusstsein auf alle Fälle sehr wichtig“, weiß Josef Leban. Die slowakischen Gäste können damit noch nicht so viel anfangen, sie lieben einfach die Qualität.

Auf jeden Fall kommen die Produkte aus der Region bei allen gut an. Auf der Speisekarte stehen unter anderem Produkte aus den Genuss Regionen Weinviertler Erdäpfel, Neusiedlersee-Seewinkel Steppenrind und natürlich Kittseer Marille. Durch das günstige Klima und die guten Bodenverhältnisse verfügen die Marillenkulturen über ein besonderes Aroma und haben weit über die Grenzen ihre Liebhaber gefunden. Nicht umsonst bezeichnet sich Kittsee als Marillengemeinde.

kittsee-Marille darf nicht fehlen
Die Marillenmarmelade und das Marillenkompott werden daher im Hause Leban selbst gemacht. Durch sie bekommen der Topfenschmarren und die Marillenpalatschinken ihre spezielle Note. Außerdem angeboten wird ein Marillenlikör. Nicht auf der Karte zu finden ist der Salat mit Marillenessig. Den gibt es nur auf Empfehlung des Kellners. In der Küche kommt der Marillenessig natürlich da und dort auch zum Einsatz. Josef Leban ist offen für kulinarische Feinheiten und stetig dabei sich zu verbessern. Da schlägt vor allem seine Zeit im Müncher Restaurant Tantris durch, das damals noch vier Hauben gehabt hat und wo er bei Hans Haas durch eine gute Schule gegangen ist. Aber auch im Service, das in den Händen von Carina Leban liegt, wird viel Wert auf Qualität gelegt.

Kennengelernt haben sich die beiden während ihres gemeinsamen Engagements im Tiroler Hotel Liebes Rot Flüh. Kurzfristig muss Carina Leban aber pausieren: Im November kommt nach Stammhalter Jakob der zweite Sohn zur Welt. Aber auch in der kurzen Abwesenheit wird sich an der angenehmen Atmosphäre und der kompetenten Betreuung der Gäste nichts ändern. Der Sieg kommt für Josef Leban trotzdem etwas unerwartet. Nach rund vier Jahren bei der GENUSS REGION ÖSTERREICH hat er heuer zum ersten Mal am Wettbewerb teilgenommen und das auch nur auf Anraten. Der Hinweis „Man sieht, dass ihr Genuss lebt“ war schlussendlich der erste Schritt zur Auszeichnung.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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