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Mitarbeiter wollen geführt werden

22.09.2005

Was für den einen Motivation ist, kann für den anderen demotivierend sein. Brigitte Pinkernell, seit 1991 als Berufs- und Bildungsberaterin sowie selbständige Trainerin tätig, sprach im Rahmen der Landesinnungstagung der niederösterreichischen Konditoren über Mitarbeitermotivation – Möglichkeit und Grenzen.

Gleich eingangs sei festgehalten: „Es gibt keine allgemein gültige Betriebsanleitung zur Motivation. Jeder Mensch hat seine Grundbedürfnisse, und unter Berücksichtigung dieser Bedürfnisse entsteht Motivation.“ Zu den Grundbedürfnissen gehören, Lob, Anerkennung, Zuwendung, Möglichkeit der Selbstentfaltung, darüberhinaus möchten Mitarbeiter Erfolgserlebnisse sehen können. „Bedenken Sie, Ihr Unternehmen und ihre Mitarbeiter werden durch Sie als Führungskraft geprägt!“, betont
Brigitte Pinkernell. Mitarbeiter wollen geführt werden: Der Chef verlangt die Arbeit so, die Chefin so und beim Junior-Chef wird die Arbeit ganz anders gemacht – der Mitarbeiter weiß eigentlich nicht, wie er arbeiten soll. „Führung ist Hilfe zur Selbstmotivation, und die wichtigsten Führungsinstrumente sind:
– Gespräche
– schriftliche Vereinbarungen
– Delegation von Aufgaben
– Führen durch Vereinbarung von Zielen
– Delegation von Verantwortung
– Feedback
– Entwicklungsmöglichkeiten anbieten
– Mitbestimmung durch Mitarbeiter

Es gibt viele Möglichkeiten, die sich auch einfach umsetzen lassen, um Mitarbeiter zu motivieren, wie etwa das Beispiel Hochzeitstorten zeigt: Die Verzierungen dafür werden schon Tage vorher hergestellt. „Der Mitarbeiter fertigt von Mittwoch bis Freitag hübsche Marzipanfiguren und legt diese für die Torte bereit. Doch am Samstag, wenn sie zusammengestellt wird, hat er frei und sieht das fertige Kunstwerk nicht mehr. Zeigen Sie ihm, wie wichtig seine Arbeit – seine Mitarbeit – war, indem Sie die fertige Torte fotografieren und ihm die Fotos von dem Zuckerkunstwerk zeigen“, meint Pinkernell und betont, dass Mitarbeiter nicht nur mit Geld motiviert werden können, es geht auch um flexible Freizeitangebote und selbständige Arbeitsbereiche. „Lassen Sie Ihre Mitarbeiter eigene Ideen entwickeln, wie z. B. die Torte des Monats“, schlägt Pinkernell vor. Die Teammotivation beginnt in der Backstube, denn der Konditor möchte etwas Besonders kreieren, der Service möchte dies natürlich verkaufen und erkundigt sich über die Zutaten. Damit können unentdeckte Potentiale der Mitarbeiter freigesetzt werden, gleichzeitig wird Verantwortung übernommen und die Mitarbeiter sehen Möglichkeiten, sich selbst zu verwirklichen und kommen gerne in das Unternehmen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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