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Mittagssperre schädigt Altstadtwirtschaft massiv

08.08.2012

„Stell Dir vor, es gibt eine schöne Altstadt und keiner geht hin!“ Dieser auf die aktuelle Altstadtsperre abgewandelte Spruch ist in Salzburg leider traurige Realität geworden. Die Wirtschaftskammer Salzburg fordert daher eine sofortige Rücknahme der unsinnigen Mittagsregelung.

Das Mozart Geburtshaus und keiner geht hin

Wie ein Lokalaugenschein der Wirtschaftskammer Salzburg zwischen 12 und 14.30 Uhr ergeben hat, ist die Altstadt um diese Zeit regelrecht ausgestorben. „Die Mittagssperre hat einen unwiederbringlichen Wertschöpfungsverlust für unsere Betriebe zur Folge. Restaurants, Kaffeehäuser und Eissalons sind nahezu leergefegt“, kritisiert KommR Maximilian Nöhammer, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der WK Salzburg. Die Wirtschaft fordert die Stadtpolitik daher dringend auf, diese unsinnige Verordnung zu begraben!

 

Fehler korrigieren

 

„Die Politik muss endlich erkennen, dass sie mit dem Abriegeln der Altstadt weder der eigenen Bevölkerung, noch der Wirtschaft und schon gar nicht dem Tourismus gedient hat“, so Nöhammer weiter. „Fehler zu machen ist die eine Sache, diese dann aber zu korrigieren, wäre jetzt wirklich hoch an der Zeit!“

„Wir haben leider festgestellt, dass die Gäste und Kunden der Salzburger Altstadt nicht im erwarteten Ausmaß auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen oder Alternativen wie Fahrrad oder Taxidienste verwenden. Im Gegenteil: Sie bleiben einfach aus!“, resümiert KommR Nöhammer.

 

800 Fahrten weniger

 

Dies bestätigt auch der Obmann der Sparte Transport und Verkehr in der WKS, KommR Peter Tutschku, der auch Geschäftsführer der Funktaxivereinigung 8111 ist: „Seit Inkrafttreten der Mittagsregelung verzeichnen wir bei annähernd gleichen Wetterbedingungen wie im Vorjahr täglich um rund 800 Fahrten weniger in die Innenstadt als 2011. Ich schließe mich daher der geforderten Aufhebung der Mittagssperre vollinhaltlich an.“

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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