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Hörl, Fettner, Fritz, Hoblik, Schenner

Mittelgroße Skigebiete unter Druck

04.12.2012

Anlässlich der Neuerscheinung des Ski Guide Austria 2013 trafen sich Branchenprofis wie Spartenobmann Hans Schenner und Ski-Guide-Austria-Herausgeber Dr. Günter Fritz im Wiener Hotel Stefanie zum Round-Tabel-Gespräch über aktuelle Ski-Themen.

Nationalratsabgeordneter Franz Hörl, Tourismus-Spartenobmann KommRat Johann Schenner, DI Dr. Georg Hoblik, Vorstand der Silvretta-Montafon AG, Ski Guide Austria-Autor und -Herausgeber Dr. Günter Fritz, Ski-Guide-Austria-Autor Fred Fettner und Ski Guide Austria-Co-Herausgeber Germanos Athanasiadis diskutierten im Rahmen dieses hochrangig besetzten Round-Table-Gesprächs im Wiener Hotel Stefanie aktuelle Themen rund ums Skifahren. Anlass dafür war das Neuerscheinen des Ski Guide Austria 2013.

 

Flaggschiffe gut unterwegs

Die großen Flaggschiffe des alpinen Skilaufs, vom Arlberg bis Schladming, wachsen und gedeihen. Dörfliche Schlepplifte wiederum haben nur eine Chance, wenn sie in einer Skifahrernation von den Gemeinden oder Ländern zumindest mitfinanziert werden. Darüber herrschte unter den prominenten Diskutanten Einigkeit. Wie auch darüber, dass eine wachsende Zahl an mittelgroßen Skigebieten mit fünf bis zehn Liften, die nicht im internationalen Konzert mitspielen können, gefährdet sind. „Nicht  alle werden zu halten sein“, stellte Hörl als Sprecher der Seilbahnwirtschaft  fest.

 

Problem der niedrigen Lage

Unbestritten wächst die Kluft zwischen  den Großen und Kleinen. „Die Kleineren haben das Zusatzproblem niedrigerer Lage“, sieht Hoblik, nicht nur den Umfang des Pistenangebots als Kriterium. Niedrigere Lage sei mehrfach ein Handikap: Die Schneeproduktion ist schwieriger und mit höherem Aufwand verbunden. Die Erträge aufgrund günstigerer Liftpasspreise aber geringer und Investoren agieren noch zurückhaltender.  Die von den Marktführern geprägten Anforderungen des Gastes an Komfort und Pistenqualität sei aber überall  gleich. Wollen mittelgroße Skigebiete überleben, müssen sie sich etwas einfallen lassen. Der am häufigsten praktizierte Weg ist, durch Zusammenschlüsse mit anderen Skigebieten neue Größe zu erreichen.

 

Stärkung durch Zusammenschluss

Laut Hörl zeigen Umfragen aber, dass die Gesamtdimension den Kunden sehr wohl in seiner Urlaubswahl  präge, unabhängig davon, ob er die Möglichkeiten auch ausschöpft. Eine weitere Methode zur Stärkung mittelgroßer Skigebiete ist deren rein organisatorischer Zusammenschluss. In Österreich stehen dafür zwei Unternehmer: Heinz Schultz und Peter Schröcksnadel, deren Gruppen zahlreiche Skigebiete besitzen. Hinzu kommt die, mit Schröcksnadel am Hochkar verbundene, neue niederösterreichische Landesholding-Lösung. Allen Varianten ist gemein, dass sie zumindest als Starthilfe öffentliche   Unterstützung beanspruchen.

 

Auch Spezialisierung hilft

Mittelgroße Skigebiete haben aber auch eigenständig Chancen. Vor allem durch kreative Ideen. „Am Kreischberg funktioniert’s: Jüngeres Publikum, günstiger Preise, volle Pensionen und einfache Hotels“, führt Schenner den Snowboard-Spezialisten als Beispiel an. Anfänger, Familien, Freerider und Wiedereinsteiger werden als weitere Möglichkeiten zur Spezialisierung gesehen. Entscheidend sei aber die Zusammenarbeit von Region und Skigebiet. Generell seien Skigebiet ohne entsprechender Hotelqualität und Kapazität besonders gefährdet. Nur mit Wochenendbesuchern seien diese Lifte nicht mehr zu finanzieren.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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