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Morgenstund hat Gold im Mund

10.10.2008

Zum guten Start in den Tag gehören noch immer die Semmerln mit Butter und Marmelade. Für Gäste, die sich gesundheitsbewusster ernähren möchten, gibt es frisches Obst und Müsli

Egal, wie lange oder wie kurz die Nacht war, am Beginn eines erfolgreichen Tages steht das Frühstück. Denn wer richtig frühstückt, ist besser gelaunt und fitter. "Ohne die richtige Ernährung am Morgen leidet die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit während des gesamten Tages", weiß Ernährungsexperte Prof. Gerhard Jahreis.
Oftmals vernachlässigt und als notwendiges Übel abgetan, avanciert die erste Mahlzeit des Tages neuerdings zum absoluten Trend. Zeitgenössische Coffee-Bars haben es vorgezeigt und dem Außer-Haus-Frühstück neuen Schwung verliehen. "Als wir vor vier Jahren das Café Bazar neu übernommen hatten, gab es kaum Gäste, die morgens auf ein Frühstück zu uns kamen, obwohl wir verschiedene Frühstücksvariationen in der Speisekarte hatten. Heute ist es nicht mehr wegzudenken. Die Frühstückskarte liegt nun den ganzen Tag auf. Insbesondere im Sommer kommen nachmittags die Langschläfer und verlangen ein Frühstück", erklärt Evelyn Brandstätter vom Café Bazar in Salzburg.
Frisches Obst & Müsli
Liegt der Duft von aromatischem Kaffee, frischem Brot oder herzhaften Eierspeisen in der Luft, ist der Tag meist noch taufrisch. Doch nicht jeder will Speck mit Ei oder nur eine Semmel mit Butter und Marmelade. Dem Wunsch der Gäste, sich gesundheitsbewusster zu ernähren, wird auch am Frühstücksbuffet Rechnung getragen. Milch und Milchprodukte wie Joghurt und Käse sollten auf dem Frühstückstisch nicht fehlen. Ebenso gehören Vollkornprodukte wie Brot und Müsli sowie frisches Obst zu einem gesunden und ausgewogenen Frühstück. "Wir haben unser Angebot dahingehend erweitert, dass wir frisches Obst, mehrere Brotsorten und diverse Müslisorten anbieten", sagt Fritz Karlon vom Hotel Post Karlon in Aflenz. "Darüber hinaus konnten wir feststellen, dass die Gäste länger und ausgiebiger frühstücken und auf ein Mittagessen, wie es noch vor wenigen Jahren üblich war, verzichten. Sie legen größeren Wert auf ein elegantes mehrgängiges Abendessen mit Salatbuffet."
Stefan Burger vom Hotel Berghof Lech in Vorarlberg versucht am Frühstücksbuffet die Produkte der Region wie Freilandeier, hausgemachte Marmeladen, Milch und Joghurt zu präsentieren. "Nicht mehr wegzudenken sind frisch gepresste Obstsäfte am Morgen. Wir haben eigens dafür eine Saftpresse aufgestellt, womit sich jeder Gast selbst seinen Obstsaft aus verschiedenen Obst- und Gemüsesorten pressen kann", erklärt Stefan Burger. Früher machte man im Hotel Berghof Lech einen Unterschied zwischen dem Frühststücksbuffet im Sommer und im Winter. "Es gab qualitative Unterschiede zwischen den beiden Jahreszeiten, wie etwa das Rührei, das es früher nur im Winter gab", so Burger.
In den Wiener Kaffeehäusern möchte man am Bio-Trend mitnaschen und hat ein eigenes Bio-Frühstück kreiert. "Wir bieten nun Bio-Eier, Bio-Käse und Bio-Schinken an, aber das Bio-Frühstück erfreut sich noch nicht der Beliebtheit, wie es eigentlich sollte", stellt Rainer Staub vom Café Sperl in Wien fest. "Am besten geht halt noch immer das Sperl-Frühstück, Kaffee oder Tee, frische, handgemachte Semmerln mit Butter und Marmelade." Auch im Café Bazar in Salzburg wird das traditionelle Kaffeehausfrühstück von den Gästen bevorzugt. "Wir führen drei erweiterte Frühstücksangebote, aber frisch gepressten Orangensaft, Joghurt mit Müsli oder eine Eierspeise müssen die Gäste extra ordern", so Evelyn Brandstätter.
Im Vier-Sterne-Hotel Arnia in Vösendorf hat man das Frühstücksbuffet kaum Veränderungen unterzogen. "Wir bieten ein reichhaltiges Frühstücksbuffet, und die neuen Smoothies mögen ja ein netter Gag sein, aber da sie von geringer Haltbarkeit sind, werden sie eher keinen Platz auf unserem Buffet finden. Wir stellen bei unseren Stammgästen fest, dass sie ihre Essgewohnheiten ändern. Verlangten sie bei der letzten Anreise noch jeden Tag Speck mit Ei, haben sie beim nächsten Mal die Müsliphase", erzählt Alexander Höcht.Irene Stelzmüller

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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