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Rindvieh als Tourismushürde. Nun werden Haftungsfragen geschärft.

Nach „Kuhurteil“: Aktionsplan für sichere Almen

12.03.2019

Mehr Eigenverantwortung für Touristen und Änderung des ABGB.

Das erstinstanzliche Urteil gegen einen Tiroler Landwirt, der nach dem Tod durch einer Kuhattacke den Hinterbliebenen der Verstorbenen insgesamt fast eine halbe Million Schadensersatz leisten muss, hat für Aufsehen gesorgt. Die Politik fühlte sich zum Handeln aufgerufen. Und mit dem „Aktionsplan für sichere Almen“ gibt es nun ein Maßnahmenpaket.

Für Bundeskanzler Sebastian Kurz soll das Miteinander von Landwirtschaft und Tourismus auf Österreichs Almen gewährleistet bleiben. Klar: 8.000 bewirtschaftete Almen in Österreich sind unverzichtbar für die Landwirtschaft aber auch für den Tourismus.

Was kommt ist ein Verhaltenskodex für Wanderer und Touristen und ein Ratgeber für die Alm- und Weidewirtschaft. Das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) wird geändert. Bisher hat das ABGB praktisch die gesamte Verantwortung dem Tierhalter übertragen und damit auch die Haftungsfragen. Ziel sei die Eigenverantwortung der Besucherinnen und Besucher auf den Almen zu stärken.

Kodex kommt

Wie geht es also weiter? Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) wird mit den betroffenen Interessensvertretungen einen Verhaltenskodex für Wanderer und Touristen entwickeln. In diesem Kodex wird das richtige Verhalten auf Almen und Weiden übersichtlich und leicht verständlich erklärt. Es sollen Fragen, wie etwa „wie verhält man sich in der Nähe von Weidevieh“, „wieviel Meter Abstand sollte man halten“ und „wie werden Hunde auf Almen und Weiden richtig mitgeführt“, erläutert werden.

Einen ähnlichen Kodex gibt es bereits fürs alpine Gelände. „Mit dem Verhaltenskodex schaffen wir zum ersten Mal klare und einheitliche Regeln für den Besuch von Almen und Weiden“, so Tourismusministerin Elisabeth Köstinger.

 

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