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Nachbarländer locken mit günstigen Urlauben

28.05.2008

Bis zu 50 Prozent Kaufkraftvorteil in der Slowakei und in der Tschechischen Republik. Die Übersee-Destinationen sind sogar noch deutlich billiger.

Das Preisniveau am Urlaubsort ist für viele Urlauber neben dem Erholungsfaktor einer der Hauptgründe bei der Wahl der Urlaubsdestination. Die Statistik Austria bietet Reisehungrigen eine aktuelle Übersicht über die Kaufkraft des "österreichischen" Euro in den beliebtesten Reisezielen von "Herrn und Frau Österreicher".

Östlichen Nachbarländern bleibt weiterhin preiswert

Die aktuellen Berechnungen für April 2008 bestätigen die nach wie vor hohe Kaufkraft des Euro in vielen unserer Nachbarländer. Wie schon im Vorjahr, bekommt man in den osteuropäischen EU-Ländern, die gerade bei Kurzurlauben voll im Trend liegen, heuer für sein Euro-Budget zwischen 25 und 50 Prozent mehr an Gütern und Dienstleistungen als in Österreich. Unser Nachbarland, die Slowakei, mit dem geringsten relativen Preisniveau liegt dabei mit einem Gegenwert von 149 für 100 Euro am höchsten. Gefolgt wird sie von der Tschechischen Republik, die trotz einer 13-prozentigen Verteuerung gegenüber Österreich aufgrund höherer Inflation (+7%) und Aufwertung der Tschechischen Krone (+10%) mit einem Gegenwert von 145 immer noch als preislich attraktiv bezeichnet werden kann.

Günstige Reisen durch Höhenflug des Euro

Einen ähnlichen Effekt weist auch Kroatien, Österreichs zweitbeliebtestes Urlaubsland, auf: Zum einen gab es eine vergleichsweise hohe Inflation von knapp 6 Prozent, zum anderen zog die Kuna (HRK) um knapp 2 Prozent an. Daraus ergab sich kumuliert ein Anstieg des relativen Preisniveaus und damit eine Verteuerung von fast 4 Prozent. Die signifikanteste relative "Verbilligung" (19%!) konnte für das Vereinigte Königreich (Großbritannien) beobachtet werden und lässt sich fast ausschließlich mit dem Höhenflug des Euro und dem damit verbundenen Kursverfall des Britischen Pfunds (GBP) von fast 18 Prozent erklären.

Das niedrigste Preisniveau hat Mexiko

Unter den untersuchten Auslandsdestinationen weist derzeit Mexiko mit einem Euro-Gegenwert von 184 (11% günstiger als noch im Vorjahr) das derzeit niedrigste Preisniveau auf. Der Höhenflug des Euro macht sich neben Mexiko (-12%) auch bei den übrigen Überseedestinationen bemerkbar. Die U.S.A. verzeichneten sogar eine Abwertung des US-Dollars von knapp 16 Prozent im Jahresabstand gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung und liegen nun bei einem Gegenwert von 137 Euro gemessen an der heimischen Kaufkraft. Japan verzeichnet einen Euro-Gegenwert von 108.
Im beliebten Urlaubsland Türkei (132) kompensierten sich die Preis- und Wechselkursentwicklungen zu einem Gutteil. Die relativ hohe Inflation (9%) wurde im untersuchten Zeitraum durch eine noch stärkere Abwertung der Neuen Türkischen Lira (TRY) gegenüber dem Euro (12%) mehr als ausgeglichen, was insgesamt zu einer Verbilligung von 7% gegenüber Österreich führte.

In Europa hat Irland die Nase vorne

Innerhalb der Eurozone bilden derzeit wie im Vorjahr die Reiseziele Irland, mit Abstand vor Frankreich und Belgien, die 3 teuersten Plätze; in Deutschland bekommt man für 100 Euro mit 104 knapp mehr als in Österreich.
Im Übrigen leidet nicht nur Österreich derzeit unter stark wachsenden Konsumentenpreisen; Preissteigerungen im Jahresabstand von 3 bis 9 Prozent konnten im Länderset beobachtet werden. Lediglich Japan (+1,2%), die Niederlande (+2,2%) und das Vereinigte Königreich (+2,4%) verbuchten Inflationsraten von unter 3 Prozent.

Italien gleich teuer wie Österreich

Das Fazit: Reisen in östliche Nachbarländer sind aus Sicht der "Brieftasche" nach wie vor am attraktivsten, Überseedestinationen wie die U.S.A., Japan und vor allem Mexiko sind derzeit aufgrund des konstant hohen Euro-Kurses noch attraktiver als im Vorjahr. Das beliebteste Urlaubsland der Österreicherinnen und Österreicher, Italien, liegt hinsichtlich des Preisniveaus praktisch gleichauf mit Österreich.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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