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Nachholbedarf bei Online-Angeboten in Kärnten

31.10.2012

Villach. Im Zuge der Veranstaltung "eTourismus 2012 - Zeitgemäßer Vertrieb und Social Media im Tourismus" präsentierte die FH Kärnten die Ergebnisse der Studie von Prof. Wolfgang Eixelsberger über das Buchungsverhalten von Kärnten-Urlaubern. Fazit: Das Angebot geht an den Bedürfnissen der Gäste vorbei.

Der Urlauber von heute blättert nicht mehr unzählige Reisekataloge durch - er googelt das Urlaubsziel, lässt sich von den erstgelisteten Suchergebnissen leiten und wählt jenes, das seinen Ansprüchen am ehesten entgegen kommt. Nicht selten landet er dabei auf Booking-Portal-Seiten und bleibt somit von der Webpräsenz der Unternehmen, Betriebe und Regionen fern. Zu diesem Ergebnis gelangt Wolfgang Eixelsberger in seiner Studie mit dem Titel "Internetnutzung der Urlauber in Kärnten".

 

Extra-Gebühren für WLAN

Für die Erhebung der Studie wurden im Juli und August 2012 an mehr als zehn Ausflugszielen in Kärnten 300 Personen befragt. Aus der Studie geht unter anderem hervor, dass fast jeder zweite befragte Urlauber (39 Prozent) für das WLAN-Angebot in der Urlaubsunterkunft extra bezahlen muss. "Dieser Wert ist viel zu hoch" meint Eixelsberger dazu und empfiehlt: "Hier sollten sich die Betriebe den Bedürfnissen der Gäste, die heutzutage mit Notebook, Tablet und Smartphone anreisen, stärker anpassen." Vor allem für internationale Gäste wäre Gratis-WLAN ein zusätzlicher Anreiz um eine Unterkunft zu buchen.

 

Ein Drittel bucht Online

Exakt die Hälfte der Befragten hat sich vor der Buchung in Online-Bewertungsportalen über die Wunsch-Unterkunft informiert. Knapp ein Drittel (29 Prozent) haben sich nach ihrem Urlaub die Zeit genommen und Online Bewertungen über Unterkunft und Urlaubsziel abgegeben. Ausgewogen stellt sich das Buchungsverhalten dar: Rund ein Drittel (39 Prozent) der Kärnten-Besucher haben ihren Urlaub über ein Online-Buchungsportal gebucht und rund ein Drittel (33 Prozent) haben direkt bei ihrem Urlaubsquartier gebucht.

 

Nachholbedarf beim Direktvertrieb

"Vereinfacht gesagt, geht es um die Frage, wie ich mein eigenes Unternehmen stärken kann  und trotz mächtiger Onlineportale gefunden und besucht werde. Das beginnt schon mit einem überzeugenden Internetauftritt, der auch für mobile Dienste geeignet ist", sagt Stefan Nungesser, FH-Professor im Studiengang Hotelmanagement. "Kärnten hat im digitalen Management und dem damit verbundenen Direktvertrieb einen großen Nachholbedarf. Und genau auf diesen Zug springen die Studierenden des Studiengans Digital Business Management und Hotel Management auf - und schaffen die Verbindung zwischen Hotellerie und digitaler Vermarktung", so Eixelsberger.

 

Link zur Studie: www.fh-kaernten.at/studiee-tourismuskaernten

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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