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Nachwuchswettbewerb: Brennen für die Gastronomie

05.04.2018

Seit acht Jahren fördert Kröswang mit dem Gastrocontest die Ausbildung kommender Gastronomen, die hier einer strengen Jury ihre innovativen Konzepte präsentieren können.

Wir sind jedes Jahr gerne als Juror dabei, wenn Tourismusschüler zeigen, wie sie sich Gastronomie vorstellen: mit frischen Ideen, ausgearbeiteten Businessplänen und viel Engagement. Heuer haben sich 38 Klassen beworben. Monatelang tüftelten sie neben ihrem regulären Unterricht an ihren Ideen – unterstützt von ihren Lehrkräften. Ein Konzept für ein Restaurant zu entwickeln ist eben mehr als graue Theorie. 

Showtalente

In Bad Schallerbach stellten sich die zehn Finalisten mit einer 15-minütigen Präsentation einer Fachjury, die wie beim Songcontest kritische Fragen stellen durfte. Um diese Jury zu überzeugen, haben sich die jungen Leute eine Menge ausgedacht: gebrandete T-Shirts mit dem Restaurantlogo, selbstproduzierte Videos, Speisenkarten, gedeckte Tische, Live-Cooking und -Mixing auf der Bühne, jede Menge Kostproben. Die Kellnerin des Siegerteams trug sogar Rollschuhe, mit der sie bei der Siegerehrung fast von der Bühne gerauscht wäre. Durch den Tag führte Manfred Kröswang – wie immer charmant, trotz grippalen Infekts.
Das Siegerteam Auside hatte von einem echten Ausflugslokal an einem Badesee den Auftrag bekommen, sich ein neues Konzept zu überlegen, das vor allem junge Leute anzieht. Die Wirtin war in einer „Live-Schaltung“ zu sehen, und es ist durchaus denkbar, dass man jetzt am oberösterreichischen Ausee ein multifunktionales Konzept für ein Event-, Freizeit- und Gastronomieresort umsetzen wird.

Praxisnah und professionell

Umsetzen könnte man sicher auch die Idee, ein Restaurant rund um das Thema Wald zu bauen. „Holz kann man essen“, riefen die Schüler aus Bad Ischl und kochten Holzsuppe, geteertes Kartoffelpüree und legten ihr Fleisch direkt auf die glühenden Kohlen. Ihre Bar befand sich unter einer Baumkrone, erreichbar über eine Wendeltreppe. Eine Klasse der Kärntner Tourismusschulen möchte in Graz ein Lokal für Exilkärntner mit Heimweh eröffnen – inklusive einer App, mit der man Punkte sammeln kann. Die Kärnten Werbung will man als Sponsor gewinnen. 
Die Gruppe „Hot Stone“ griff den DIY-Trend auf mit einem Teppanyaki-Konzept mit österreichischer Küche: Grillen am Tisch, stylisch, szenig, mit hohem Spaßfaktor. Witzig war auch das Team „Hot Box“: „Make the toast great again“, verkündeten sie, forderten „Strafzölle auf Kebab“ und möchten einen 65-jährigen DJ bitten, Platten aus den 80er-Jahren aufzulegen. Es wird Tattoo-Contests geben, Marshmallow-Grillen, Toastvariationen mit zehn verschiedenen Brotsorten und Frühstück bis 14 Uhr. Das Ganze in Uni-nähe in Salzburg: Dafür müsste doch ein Investor zu finden sein, oder?
Weiters gab es Ideen für ein Fusionrestaurant (Thai und Österreich), ein Lokal, das komplett auf kleine Spieße setzt, oder Käsespezialitäten oder Omas Apfelstrudel oder Honigprodukte mit angeschlossener Imkerei. Die Sieger bekamen 3.000 Euro. Sonderpreise in den Kategorien Getränkekonzept, Finanzplan und Speisenkonzept wurden von Kröswang, Schlumberger und der Sparkasse OÖ gesponsert: Zu gewinnen gab es hier unter anderem einen Tag mit Simon Taxacher oder einen Barkeeper-Kurs in den Schlumberger-Kellerwelten.

Fazit des Tages 

Wir haben viel gegessen und getrunken, oft gelacht und konnten wie jedes Jahr manche gute Idee mit nach Hause nehmen. Die Gastronomie ist eine innovative Branche, vor allem wenn gut ausgebildete, engagierte junge Leute ihre Konzepte verwirklichen. Die brennen schon jetzt für ihren künftigen Job. Hoffentlich bleibt das so, wenn sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben.

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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