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Nächtigungs-Minus im Februar

31.03.2009

Im Februar gab es einen Rückgang bei den Übernachtungen. Wien war davon mit einer Einbuße von 10 Prozent am stärksten betroffen. Die Wintersaison ist aber bisher dennoch im Plus.

Die Wirtschaftskrise hat auch den österreichischen Tourismus erreicht. Im Februar ist die Zahl der Übernachtungen im Jahresabstand um 5,2 Prozent auf 16,01 Millionen gesunken, wobei das Minus in Städten wie Wien und Salzburg besonders hoch war. Schaltjahrbereinigt habe der Rückgang aber nur 1,8 Prozent betragen, erklärte die Statistik Austria am Dienstag.
Sowohl bei den In- und Ausländernächtigungen gab es Verluste (von 5,5 bzw. 5,1 Prozent). Besonders stark war der Rückgang bei Gästen aus Großbritannien (-18,9 Prozent), deutsche Gäste kamen 3,2 Prozent weniger und Niederländer zu 1,7 Prozent weniger. Deutliche Zuwächse wurden nur bei Gästen aus Bulgarien (+23,5 Prozent), Rumänien (+15,0 Prozent) und der Slowakei (+8,4 Prozent) registriert.

Schwere Zeiten für Ein- und Zwei-Stern-Betriebe

Unter anderem durch den Nächtigungsrückgang in Wien von 10,1 Prozent - das stärkste Minus aller Bundesländer - wurde in der Spitzenhotellerie, den 5-/4-Stern-Betrieben, um 5,3 Prozent weniger häufig genächtigt als im Februar des Vorjahres; in 3-Stern-Betrieben betrug das Minus 6,2 Prozent, in 2-/1-Stern-Betrieben 11,2 Prozent. Den prozentuell zweitstärksten Rückgang gab es im Februar in Vorarlberg (-9,3 Prozent), gefolgt von Kärnten (-6,5 Prozent). Auch die Stadt Salzburg verzeichnete mit 9,7 Prozent ein starkes Minus.

Bisherige Wintersaison trotzdem positiv

Trotz des negativen Februarergebnisses bleibt die bisherige Wintersaison (November 2008 bis Februar 2009) positiv, und erreicht ein Plus von 1,1 Prozent bei den Nächtigungen (ausländische Gäste: +1,2 Prozent auf 34,37 Mio.; inländische Gäste: +1,0 Prozent auf 9,71 Mio.). Die Zahl der Gäste (Ankünfte) stieg um 1,9 Prozent auf 10,44 Mio. Für Gäste aus Deutschland wurde ein Nächtigungsplus von 2,7 Prozent gemeldet, Gäste aus den Niederlanden nächtigten um 6,7 Prozent häufiger als in derselben Vorjahresperiode. Die relativ höchsten Nächtigungszuwächse erreichten Gäste aus Polen (+23,6 Prozent), Tschechien (+19,0 Prozent) und Russland (+14,3 Prozent).

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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