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Das sozial engagierte Neunerhaus Café trägt stolz das „Natürlich gut essen“-Siegel in Silber.

Natürlich gut essen

24.10.2019

Wien bietet Gastronomen, die auf Bio, Tierwohl und Herkunft Wert legen, das Gütesiegel „Natürlich gut essen“. 19 Betriebe wurden bereits ausgezeichnet.

„Natürlich gut essen“ ­Kriterien

• Bio gesamt: zumindest 30 % (Bronze: mind. 30 %, Silber: über 75 %, Gold: über 90 %) 
• Eier: jedenfalls Freilandhaltung (Gold: 100 % Bio)
• Milchprodukte: mind. 4 Bio-Produkte (Gold: 100 % Bio)
• Fleisch und Fisch: mind. 1 Sorte Bio (Gold: 100 % Bio), verpflichtende Herkunftsangabe
• Palmöl: bei Margarine, Schokolade und Schokoladeaufstrichen aus RSPO-zertifizierten, nachhaltigen, biologischen Quellen
• Vegetarisches Angebot auf der Speisekarte

Vor einem Jahr wurde die Zertifizierung „Natürlich gut essen“ ins Leben gerufen. „Das laufende Ko-Finanzierungs- und Beratungsangebot der Stadt Wien – Umweltschutz für Betriebe, Oeko-
Business Wien, unterstützt seitdem Gastronomiebetriebe dabei, ein nachhaltiges Speise- und Getränkeangebot umzusetzen“, erklärt Karin Büchl-Krammerstätter, Leiterin von Stadt Wien – Umweltschutz. 
19 Betriebe haben diese Möglichkeit wahrgenommen und sind, je nach Grad der Erfüllung der Kriterien, in „Natürlich gut essen“ Gold, Silber und Bronze zertifiziert. Die regelmäßige Überprüfung übernehmen mittlerweile drei Stellen: die Austria Bio Garantie, BIOS Austria sowie SGS Group.

Nachfrage an Bioqualität steigt

Dass das Prinzip des nachhaltigen Wirtschaftens in der Gastronomie unter den Gästen großen Anklang findet, kann Michaela Reitterer, Geschäftsführerin des Boutiquehotels Stadthalle, bestätigen. Ihr Frühstücksbuffet ist seit 2018 mit „Natürlich gut essen“ in Gold ausgezeichnet. „Unsere Gäste setzen sich immer bewusster damit auseinander, woher ihr Essen kommt und bevorzugen zunehmend biologische und regionale Produkte. Konkret sind es 39 Prozent, die Wert auf Bioqualität beim Essen legen. Das zeigt der Report ,Lebensmittel in Österreich 2018‘ des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus“, so Reitterer.

 

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