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Netzwerk Kulinarik: Kritik an Förderpolitik

21.02.2019

Netzwerk Kulinarik: Die Opposition fragt Ministerin Köstinger, was mit 17,5 Millionen geschah

Um auch EU-Fördergelder beziehen zu können, wurden die Mittel für das Netzwerk von der Agrarmarkt Austria (AMA) erteilt. Den Auftrag zur Umsetzung der Aktivitäten erhielt dann die Fair und Gut GmbH (hinter der „Ja, natürlich!“-Erfinder und Bio-Pionier Werner Lampert steht). Es ging um die Förderung von regionalen Produkten auch mit einer touristischen Perspektive (wie etwa der Kochcampus, über den die ÖGZ mehrfach berichtete). Alles klang nach einem gute Plan zur längst fälligen besseren Verschränkung von vormals konkurrierenden Projekten aus Landwirtschaft und Tourismus. Nach etwa einem Jahr zog sich allerdings die Fair und Gut aus dem Projekt zurück. Und das mitten in einer Rechnungshofprüfung. Wie die Tageszeitung Der Standard berichtet, konnten die Rechnungsprüfer weder eine Gesamtstrategie ausfindig machen oder ein Arbeitsprogramm erkennen. Auch eine Jahresabrechnung habe es nicht gegeben. Das Netzwerk Kulinarik umfasst ein Volumen von 17,5 Millionen Euro. Die Frage: Wofür werden die Gelder in Summe verwendet? Vonseiten des Rechnungshofs (RH) heißt es, dass der Bericht zum Netzwerk Kulinarik noch gar nicht fertig sei. Die Opposition wittert aber bereits durch die ihr vorliegenden Infos einen sorglosen Umgang mit Fördergeldern.

Neu aufgestellt

Und was sagt die aktuell zuständige Ministerin Elisabeth Köstinger? Auf eine parlamentarische Anfrage der SPÖ, wofür die Gelder des Netzwerks Kulinarik bisher verwendet wurden, gab es zunächst keine Auskunft. Ministerin Köstinger auf die Nachfrage, wie lange sie für die Beantwortung braucht: „So lange, wie das Ministerium zur Beantwortung braucht.“ Und wie soll es überhaupt weitergehen? Das Netzwerk Kulinarik werde im Moment gerade neu aufgestellt. Im Sommer sollen Ergebnisse da sein. 

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