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Neu im Regal: ÖGZ-Buchtipps

14.11.2019

Klimafreundlich kochen, Speisen mit Geschichte, Ayurveda & Co.: Neue Bücher braucht der Koch.

 

Klimafreundlich ­kochen

Klimafreundlich kochen, ist das möglich? Aber ja! Und es könnte bei manchen Gästen zum neuen Trend werden. Und es ergibt sogar Sinn: Denn 20 % aller CO2-Emissionen entstehen durch die Lebensmittelerzeugung und unsere Ernährung. Denn wo und wie unser Essen erzeugt wird, in welcher Form – ob in Plastik verschweißt oder unverpackt – es in unserer Küche landet, aber auch wie wir es zubereiten, hat enorme Auswirkungen auf unser Klima. Dass umweltbewusstes Kochen dabei nicht nur die eigene Öko-Bilanz verbessert, sondern äußerst vielfältig und gesund ist und noch dazu hervorragend schmeckt, beweisen mehr als 40 Rezepte der neuen Publikation des Forum Umweltbildung im Umweltdachverband.
Herzstück des Kochbuchs: Aromatische Lieblingsrezepte für vielfältigen Genuss. Ob Sauerkrautsuppe, die gute Laune macht, Wurzelgemüse, das in der kalten Jahreszeit von innen her wärmt oder Apfel-Mohn-Kuchen, der nach Kindheit schmeckt – klimabewusste Saisonküche ist modern, kreativ, fair – und köstlich! Schüler der HLTW Bergheidengasse haben die Rezepte im Unterricht gewissenhaft nachgekocht und für die Fotos schmackhaft präsentiert. Zusätzlich enthalten sind viele spannende Informationen rund um nachhaltigen Genuss, Empfehlungen zu klimabewusstem Einkauf oder Vermeidung von Lebensmittelverschwendung.

Von wilden Kräutern und beerigen Zeiten – Ein klimafreundliches ­Koch- und Lesebuch,
Hg: Forum Umweltbildung im Umweltdachverband,
Gebunden,120 Seiten, 12 Euro

Klimafreundlich ­kochen
Speisen mit Geschichte

Storytelling ist das Gebot der Stunde. Roland Essl im Salzburger Weiserhof hat es jahrelang vorgemacht: Gerichte mit Geschichte auf die Karte setzen. Und dem Gast die Geschichte auch erzählen. Das kam und kommt gut an. Gerade oin Österreich, wo man gerne die KULIRAISCHEN Traditionen pflegt und der gast diese auch spüren möchte.
Deshalb kommt dieses unscheinbare Buch wie gerufen: Hier werden ausführlich Geschichten zu traditionellen Gerichten erzählt. Vom burgenländischen Bohnensterz bis zum Wiener Schneckengulasch. Manches ist fast schon vergessen, manches ein Klassiker (dessen Geschichte man ruhig mal wieder erzählen könnte) und manches wird neu interpretiert: Kaiserschmarrn mit Zweschkenröster, Karpfen in der Mohnpanier, Bruckfleisch vom Kalb,  ein Kärntner Raindling oder ein oberösterreichischer Spanferkelbraten mit Linzer Biersauce. Hier erzählen Köche und Wirten die Geschichte und die Zubereitung ihrer Lieblingsspeisen. Warum nicht mal eine kulinarische Reise durch Österreich auf die Karte setzen? Jeden Monat ein anderes Bundesland. Die Auswahl ist riesig. Gesammelt hat die Rezepte und Geschichten Ingeborg Preininger vom Cluster Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung & touristische Initiativen im BMTN. 

Ein Jahrhundert kulinarische Geschichten. 
Hg: Kuratorium Kulinarisches Erbe Österreich, ­Edition Mokka,
Wien 2019, 24,50 Euro

Speisen mit Geschichte
Regional mit internationalen Ideen

Karin Kaufmann zeigt in ihrer Kochschule in Egg im Bregenzerwald, wie man einfach und bodenständig kocht. Und zwar stets mit dem Blick auf regionale und saisonale Zutaten. Der Clou dabei: Frau Kaufmann interpretiert sie oft durch internationale Einflüsse neu. In ihrem nun erschienenen Buch gibt sie 80 Rezepte preis – die natürlich von den Lesern und Leserinnen auch frei interpretiert und adaptiert werden können. Siehe auch unser Interview mit Karin Kaufmann auf gast.at

Frau Kaufmann kocht: Klassisch. 
Überraschend. Einfach. 
272 Seiten, Preis: 34 Euro

Von den Besten lernen

Der bereits 6. Band der mittlerweile bekannten Reihe „Die Weltköche zu Gast im Ikarus“ bringt nicht nur Rezepte von namhaften Gastköchen für Profis, sondern auch persönliche Porträts der Gast-Chefs. Heuer dabei sind u. a. Bee Satongun („Asia’s Best Female Chef 2018“), das niederländische Quartett aus Jannis Brevet, Jacob Jan Boerma, Richard van Oostenbrugge und Michel van der Kroft mit insgesamt acht Michelin-Sternen, sowie der Avantgardist Hiroyasu Kawate aus Tokyo. Empfehlung der Redaktion!

„Die Weltköche zu Gast im Ikarus“, Bd. 6, 328 Seiten, Preis: 49,95 Euro, 
Erscheinungstermin: 21. November.

Von den Besten lernen
Ayurveda-Kochbuch für den guten Zweck

Die Stiftung „one world foundation“ basiert auf drei Säulen: dem Bildungsprojekt Free Education School, dem Ayurveda Guesthouse & Resort Bogenvillya auf Sri Lanka und dem Art & Literature Programme. Die Stiftung fördert gezielt Bildungsprojekte in Sri Lanka. Wer schon immer einmal in die Geheimnisse der Sri-lankischen Küche eintauchen wollte, kann das mit dem  Kochbuch mit Rezepten der Köche des Ayurveda Guesthouse tun. Der Erlös aus dem Verkauf des Buches kommt der „one world foundation“-Schule zugute.

192 Seiten, englisch, Preis: 36 Euro. 
Bestellungen: www.owf.at

Ayurveda-Kochbuch für den guten Zweck
Schweindi ohne Beindi im Reindi

In ihrem neuen Buch „Aufgedeckt!“ ziehen Erwin Steinhauer und Fritz Schindlecker aktuelle kulinarische Trends durch den Kakao und klopfen sie auf ihren (Un)Sinn ab. Erforscht werden aber auch die  Geschichten hinter Gerichten, dazwischen Gedichte und Sonette auf Pilze, Wadschunken oder Schweindi ohne Beindi im Reindi eingestreut.  Und warum der Laie beim Rind immer so große Probleme hat, das „Hintere Ausgelöste“ zu finden - ja, auch das wird beantwortet. Kochrezepte gibt es in dem Buch übrigens auch. 

„Aufgedeckt!“,
192 Seiten, Preis: 19,95 Euro.

Schweindi ohne Beindi im Reindi
Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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