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(Neue) Chancen und Wege

16.06.2016

1990 bis 1999: Die "Leichte Küche" ist nicht mehr zu stoppen, Ökologie wird immer wichtiger, das Internet kommt.

1990

Österreich bereitet sich auf den erwarteten Ansturm der neuen „Osttouristen“ vor. ÖW-Chef Klaus Lukas: „Der Osten ist noch nicht reif für ein aggressives Tourismusmarketing.“ – 1989 war wieder einmal ein Rekordjahr für den österreichischen Tourismus, Durchschnittsausgaben eines Österreich-Touristen: 960 Schilling pro Gast und Tag (circa 73 Euro). – Die EDV zieht in den Tourismus ein. – Vorbereitungen auf das Mozartgedenkjahr 1991 laufen auf Hochtouren.

Jänner 1990 „Minister Dr. Schüssel beim ÖHV-Seminar: Neue Leitsätze für die Tourismuspolitik: ,Die neunziger Jahre im Fremdenverkehr mit flexibleren und liberalisierten Arbeitsformen bewältigen.‘“

1991

Februar, Bürger aus der ehemaligen DDR polieren die Reisebilanz auf: 1,2 Mio. kamen nach Österreich.

April 1991 Die Ungarn entdecken Österreich. „Leichte Küche ist nicht mehr aufzuhalten“

Mai 1991 In Rust eröffnet die „Weinakademie“.

Juni 1991 Sowjetbürger können ab 1993 frei reisen.

August 1991 „Österreicher reisen wie noch nie. Inlandsziel Nr. 1 bleibt Kärnten“

Juli 1991 „Ladenschluss endlich liberalisiert. Wochentags bis 21 Uhr möglich“

September 1991 „Einkaufsboom ist ausgeblieben: Geschäfte schließen wie bisher“. Tourismus hat nicht profitiert.

1992

Jänner, Die Forderung nach einem Tourismusministerium wird laut. – Ökologie im Tourismus wird immer wichtiger. 

April 1992 „Tourismus-Forum 92 in Mayrhofen: Fremdenverkehr sagt ‚Ja‘ zur EU“

September 1992 „Zahl der 4- und 5-Sterne-Hotels in vier Jahren um 11,4 Prozent gestiegen“

November 1992 „Immer mehr Hoteliers stellen sich auf Fahrradtourismus ein“

1993

Februar, „Skifahren bleibt der Winterhit und bringt auch das meiste Geld“

März 1993 „Entzerrung tut Not“: Zu viele Touristen kommen zur gleichen Zeit an den gleichen Ort: „Auf Grund der starken zeitlichen und räumlichen Konzentration des Tourismus sind in einigen Gebieten die Grenzen des quantitativen Wachstums zum Teil bereits überschritten“, sagt der zuständige Minister Schüssel auf der ITB. Alternative Angebote wie „Radfrühling“ oder „Dorfurlaub“ auf dem Österreich-Stand der ITB. 

Mai 1993 „Mega-Markt Geschäftsreisen: 800 Millionen sind unterwegs“

Juni 1993 „Der Donautourismus wird wachgeküßt: Kultur und Natur als Highlights“

September 1993 Online-Portal Info Austria für 1995 angekündigt.

Oktober 1993 Visionär: „Der Wirt in der Identitätskrise. BÖG setzt auf die Regionalität“

1994

Jänner, „Vakuumgaren ist stark im Kommen. Breite Anwendung im Bereich des Flug-Caterings“

Februar 1994 Neue Berufsbezeichnung für weibliche Mitarbeiter im Gastgewerbe: Jetzt heißt es „Frau Ober, zahlen bitte“

Juni 1994 Volksabstimmung EU-Beitritt: „Es gibt keine Alternative – Tourismus sagt ,Ja‘ zur EU!“  

Sommer 1994 Die Zukunft gehört grünen Reisezielen, Sommerfrische liegt voll im Trend – Donau-Radweg feiert Zehn-Jahres-Jubiläum.

1995

Jänner, „Österreich muß sich jetzt auch als Flugreiseland profilieren“

Juni 1995 Zehn Jahre nach dem Weinskandal: „Der Weintourismus blüht“

Juli 1995 „‚Schnuller-Burgen‘ haben Hochsaison: Maßgeschneiderte Familienurlaube liegen im Trend“

Oktober 1995 „Gesunde Natur als Verkaufsargument: Österreich in Sachen Umweltschutz ganz vorne dabei“ – Slow Food und Erlebnisgastronomie: 217 Aussteller aus 19 Ländern präsentieren im Oktober ihre Produkte auf der „Küche und Keller“-Messe in Wien.

1996

April, Wintertourismus auf Talfahrt – Wien und ÖW nehmen Fernost ins Visier

Juli 1996 All inclusive bleibt umstritten: Rettungsanker oder Preisdumping? – Hoffnung Jugendtourismus

November 1996 Neuer ÖW-Slogan: „Alltag raus. Österreich rein“ von der Werbeagentur GGK

1997

Jänner, „Mehr Profil durch Umweltschutz: Gütesiegel für Tourismusbetriebe“

Februar 1997 „ÖHV-Kongress: Unsere wahre Stärke sind die Berge, Österreich muss wieder wanderbar werden“ – Tiroler Wanderhotels gegründet.

April 1997 Liberalisierung im Flugverkehr soll zu sinkenden Preisen führen. Ab Sommer „no smoking“ bei Atlantic Excellence.

Frühjahr 1997 ÖGZ-Computer-Serie für Klein- und Mittelbetriebe: Voraussetzungen des Internet: Lexikon der Internet-Begriffe: Was bedeutet „Browser“, www oder http? Was ist eine „Homepage“?…

April 1997 Wer kann, sollte investieren: Kreditzinsen so günstig wie nie.

Mai 1997 Der Euro soll kommen, und der Tourismus erwartet sich mehr Vor- als Nachteile.

August 1997 Die ÖGZ geht online: www.gast.at

Herbst 1997 Gästebefragung: Trend geht zu Wander- und Familienurlaub.

1998

April, „Ober, Kellnerin und Computer: Neue Bestell- und Abrechnungssysteme zahlen sich meist bald aus“. „Kochen mit Blüten“

September 1998 „Jugend steht auf Pizza und Cola: Fette Gerichte und teure Fünf-Gänge-Menüs sind mega-out“

Oktober 1998 „Bratl in der Rein statt Garnelen“: Salzburger Bauernherbst punktet mit heimischer Küche. Sport und Erholung kein Widerspruch: Wintergast sucht Kombination.

November 1998 Tourismusexperten fordern drei Mega-Erlebnisparks für Österreich. – „Urlauber der Zukunft will vollen Spaß in kürzester Zeit: Kein Berg zu hoch, kein Meer zu tief …“

1999

Februar, Der Euro wird Wirklichkeit: „Keine Ausnahmen bei Euro-Einführung: Auch Kleinbetriebe müssen Preise doppelt auszeichnen“ 

März 1999 „Der Triumphzug des Internet steuert seinem Höhepunkt zu: Internet-Anfragen in Hotels verdoppelt: Schon zehn Prozent der Anfragen kommen per E-Mail“

Juli 1999 Millionengeschäft Vienna City Marathon

November 1999 „Take away mit 7,7 Milliarden Umsatz – Gasthäuser und Restaurants haben Anteil von 44 Prozent“

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1980 bis 1989: Der Weinskandal erschüttert das Land. Die Deutschen bleiben als Gäste aber trotzdem treu.

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1980 bis 1989: Alles halb so wild. Oder doch nicht?

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1960 bis 1969: Kredite, Personalmangel und Steuern. Apropos Steuern: In Wien sterben Konzertcafés und -restaurants, auch weil die Belastungen nicht mehr zu stemmen sind.

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