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Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der ÖHV, fordert von der Politik für eine gute Branchenlösung bei der Grunderwerbsteuer

Neue Grunderwerbsteuer könnte teuer kommen

03.03.2014

Wien. Nachdem der Verfassungsgerichtshof die alte Berechnung nach dem Einheitswert aufgehoben hat, steht eine neue Berechnung, nach dem Verkehrswert, im Raum. Das würde den heimischen Hotelbetrieben viel Geld kosten und könnte, davor warnt die ÖHV, auch viele Arbeitsplätze gefährden.

Sollten in Zukunft tatsächlich die Verkehrswerte als Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer herangezogen werden, dann müssen die heimischen Hoteliers mit einer wahren Kostenexplosion rechnen. In Summe geht die KMU Forschung Austria von insgesamt 12 Millionen Euro aus. Die Folge davon könnte ein Abbau von Arbeitsplätzen sein. Darum spricht sich die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) für eine rasche Lösung aus und fordert die Politik auf zu handeln.

Ganz Branche ist gefährdet
„Die Politik muss hier wirklich achtgeben, dass sie nicht ungewollt eine ganze Branche gefährdet. Denn während Produktionshallen in den unattraktivsten Lagen stehen und Ausnahmeregelungen die Bauern verschonen, wird der Hotellerie das Messer angesetzt. Aber die letzte Branche, die Arbeitsplätze in Österreich schafft, braucht gute Standorte. Wer will schon neben Industrieschloten urlauben?“, stellt Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), die entscheidende Frage. Dazu kommt noch, dass die Grundstückswerte, aufgrund von Investitionen in das Freizeitangebot von den Tourismusbetrieben, oft mitentwickelt werden.

Grundbucheintragungsgebühr als Vorbild
Das Resultat wäre dann: Wer viel investiert und den Standort und damit auch die ganze Region attraktiver macht, darf mehr bezahlen. Deshalb schlägt die ÖHV vor, die Bemessungsgrundlage für Betriebsübertragungen innerhalb der Familie nach dem Vorbild der Grundbucheintragungsgebühr mit den dreifachen Einheitswerten zu berechnen. Das lässt der VfGH seit 2012 als „sachlich begründete Ausnahme“ durchaus zu. „Diese absolut sinnvolle und rechtlich einwandfreie Lösung wäre die Rettung für Österreichs Familienbetriebe im Tourismus und für die Arbeitsplätze“, appelliert Reisenzahn an die Politik. 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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