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Otmar Frauenholz ist für den Business-Bereich von Nespresso Österreich verantwortlich.

Neue Kaffeeerlebnisse mit 13 Varietäten

26.04.2017

Otmar Frauenholz, Commercial Director B2B Nespresso Österreich, über das Angebot von Nespresso für die gehobene Gastronomie und Hotellerie.

Wir besuchten Nespresso Business Solutions in Wien. Im Schauraum stehen alle Maschinen, die Nespresso für den professionellen Bedarf anbietet. Und alle 13 Grands Crus zum Probieren. Bei der Gelegenheit kamen wir ins Plaudern, was man mit Kaffee noch machen kann – außer ihn solo oder zur Süßspeise zu servieren.

ÖGZ: Worin unterscheidet sich der Kaffee, den Nespresso seine Business-Kunden anbietet, vom dem für den Endkonsumenten?
Otmar Frauenholz: Beides sind natürlich Premiumkaffees auf gleich hohem Qualitätsstandard. Allerdings gibt es Unterschiede in den Röstungen und Mischungen, damit Gastronomen ihren Gästen Genussmomente bieten können, die der Gast zu Hause nicht hat. Zum Beispiel basieren unsere Flavoured Kaffees im B2B-Bereich auf einer anderen Röstung, dem Espresso forte. Durch die kräftigere Röstung wird der Geschmack intensiver und das natürliche Aroma noch besser eingebunden. Und mit der unvergleichlichen Vielfalt an B2B-Grands-Crus haben Gastronomen garantiert für jeden Gast den perfekten Kaffee. 

Und das Kaffeesystem unterscheidet sich natürlich auch: Pads statt Kapseln, auch wenn Sie zu beiden „Kapseln“ sagen …
Richtig: Im B2B-Bereich verwenden wir ein geschlossenes System. Und wir bieten die volle Range von einer Zimmerlösung mit der Zenius über die Gemini für den Seminar-und Cateringbereich bis zur Baristamaschine Aguila 220 und 420 für Restaurant und Bar, die wir gemeinsam mit Thermoplan entwickelt haben. Gastronomen bekommen von Nespresso alles aus einer Hand: den Kaffee, die Maschinen und den Service. Der Kunde hat mit Nespresso nur einen Lieferanten und bekommt eine Rechnung

Schließt man darüber einen Rahmenvertrag mit Ihnen ab?
Da sind wir flexibel. Wir haben nicht diese typischen Dreijahresverträge mit Volumencommitments. 

Muss man die Maschinen kaufen oder kann man sie auch leasen?
Beides ist möglich. Man kann auch ein Kapselvolumen zu einem bestimmten Preis kaufen und bekommt dann die Maschine gratis zur Verfügung gestellt. Wir kooperieren auch mit der Hogast, über diese Einkaufsgemeinschaft kann man die Maschinen leasen. 

Kann man als kreativer Gastronom noch individuelle Einstellungen an der Aguila vornehmen?
Ja. Man kann zum Beispiel die Dichte des Milchschaums anpassen. Oder über eine Rezepttaste vorprogrammierbare Kaffeespezialitäten saisonabhängig anbieten. 

Ich sehe hier auch eine Art Vending-Maschine.
Das ist unsere Gemini zusammen mit einem Kapselspender und Bezahlsystem. Die Kombination lässt sich sehr gut in der Budgethotellerie einsetzen, wo sich der Gast seinen Kaffee selbst holt und bezahlt. 

Wie erklären Sie Gastronomen den höheren Preis, den Ihr Kapselsystem kostet?
Ein wesentlicher Kostentreiber in der Gastronomie ist Service und Wartung – und der Service ist bei uns meistens inkludiert. Die Reinigung unserer Maschinen erfolgt selbstständig, zwei Tabletten am Tag genügen, das dauert zwanzig Minuten. Die Wartung eines Vollautomaten mit Mahlwerk ist im Vergleich dazu wesentlich aufwändiger. Und sie brauchen für die Bedienung unserer Maschinen kein geschultes Personal. Das alles macht die Gesamtkalkulation wieder attraktiv. Wenn Sie nur auf den Preis pro Tasse schauen, werden wir nie das günstigste Angebot machen können. Das ist auch nicht unser Anspruch. Zudem kann kein Siebträger und kein Vollautomat unsere Varietätenvielfalt bieten.

Wie kann man diese breite Vielfalt in der Gastronomie einsetzen? 
Kaffee hat noch viel mehr Facetten, als man gemeinhin glaubt. Er passt nicht nur zu Süßspeisen. Auch herzhafte Speisen kann man mit einem Kaffee begleiten. Wir arbeiten im Bereich Foodpairing intensiv mit Annemarie Foidl, der Präsidentin des Österreichischen Sommelierverbandes, zusammen. In der gehobenen Gastronomie möchte der Gast positiv überrascht werden. Da kann Kaffee eine wichtige Rolle spielen und zum Beispiel mal einen begleitenden Wein ablösen. Das Wissen um das richtige Foodpairing ermöglicht auch, dass man die Auswahl der Grands Crus noch besser auf die jeweilige Süßspeise abstimmen kann. 

Bieten Sie dafür Schulungen für interessierte Gastronomen an?
Das ist ein wesentlicher Punkt, daran arbeiten wir gerade. Zu dem Thema wird es auch spezielle Präsentationsformen für die Gastronomie geben. Wir haben gemeinsam mit Riedel drei besondere Kaffeegläser entwickelt. Es gibt zwei unterschiedliche Espressogläser für milde beziehungsweise intensive Varietäten. Und ein Lungo-Glas für den Verlängerten. Hier die feinen Unterschiede mit unterschiedlichen Gläsern herauszuschmecken ermöglicht dem Gast ein ganz neues Kaffeeerlebnis!

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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