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Neuer Chef bei Kärnten Werbung

20.01.2010

Seit Montag, 18. Februar 2010 hat die Kärnten Werbung einen neuen Chef: Christian Kresse. Gleich bei der ersten Pressekonferenz, die gestern in Pörtschach stattfand, gab er bekannt, dass er eine "Evaluierung des Tourismusgesetzes" und damit verbunden eine stärkere Autonomie und Verantwortung der Regionen sowie der Tourismusbetriebe möchte. Außerdem möchte Kresse gemeinsam mit den Regionen auch eine "Marke Kärnten" entwickeln.

Christian Kresse: seit 18. Jänner 2009 neuer Chef der Kärnten Werbung

"Wenn wir uns mit Bundesländern wie Salzburg oder Tirol vergleichen möchten, brauchen wir auch die gleichen Instrumentarien und Möglichkeiten", sagte Kresse. Der Mitarbeiterstab der Kärnten Werbung könne die vielen notwendigen Marketingaktivitäten nicht bewältigen, daher sei eine stärkere Einbindung und intensivere Mitarbeit aller Akteure gefragt. Doppelgleisigkeiten möchte der Tourismuswerber so vermeiden und die verschiedenen Aktionen wie Markt- und Messeauftritte oder Internetbuchungen aufteilen und koordinieren. "Aber dazu brauchen wir verbindliche Vereinbarungen mit den Regionen und Betrieben, die Dienstleistungskette muss funktionieren".

Großer Gemischtwarenhandel

Kärnten stehe für ihn derzeit "für Events in der Hauptsaison und einen großen Gemischtwarenhandel", so Kresse. Ein unverkennbares Profil müsse her, das "auf zwei Seiten Platz hat" und mit dem sich die Regionen und Tourismusbetriebe identifizieren könnten. Daher müssten auch sie die Inputs für die "Marke Kärnten" bringen, die Kärnten Werbung sehe ihre Aufgabe dabei lediglich in der Koordinierung und Steuerung des Prozesses.
Zuständig fühlt sich der neue Chef der KW auch für "gewisse, grundlegende Strukturen". Als Beispiel nannte er eine einheitliche Beschilderung der Rad- und Wanderwege im ganzen Bundesland. "Ich weiß, das klingt nicht aufregend. Aber Tourismus ist nichts Aufregendes, sondern die Entwicklung von Basisstrukturen", sagte Kresse. Dazu müsse es entsprechende Highlights, wie etwa Events geben, mit denen man potenzielle Urlauber auf diese Produkte aufmerksam mache. Ein Event hat in seinen Augen dann eine Berechtigung, wenn er diese Aufgabe erfüllt.

Dringende Marktanalyse

Kresse will auch so schnell wie möglich eine Marktanalyse in Auftrag geben. Er möchte wissen, warum Urlauber nach Kärnten kommen, warum sie nicht kommen, welches die Stärken und die Schwächen dieser Destination sind. Die letzte derartige Analyse liege bereits zehn Jahre zurück.
Angst vor der Einmischung der Politik habe er keine, sagte der gebürtige Kärntner, der zuletzt Tourismusdirektor in der Region Leogang-Saalfelden war. "Ich weiß, Kärnten ist ein bisschen anders, aber ich bin nicht gekommen, um Aufträge der Politik zu erfüllen. Er habe auch auf einen Passus in seinem Dienstvertrag bestanden, keine Weisungen umsetzen zu müssen. Weiters habe er auch die Personal- und Budgethoheit. "Ich werte das als klares Signal der Politik, dass hier eine Änderung erwünscht ist", meinte Kresse. (apa)

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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