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Neues Hotel-Konzept für Hallstatt

23.09.2005

Dezentrales Hotel – Quartiere sind nicht in einem einzigen Gebäude, sondern in mehreren revitalisierten Häusern des Ortes.

Ein neuartiges Hotel-Konzept soll den Tourismus im Weltkulturerbe-Ort Hallstatt in Oberösterreich beleben. Bis zu 200 Betten sollen in einem dezentralen Hotel geschaffen werden. Die Realisierung hängt von dem Gutachten eines Wirtschaftsprüfungs- und Unternehmensberatungsunternehmens über die wirtschaftlichen Chancen des Projektes ab, das derzeit erstellt wird. Sollte es positiv ausfallen, könnte schon im kommenden Jahr damit begonnen werden, so der Bürgermeister von Hallstatt Peter Scheutz.
Das Innere Salzkammergut mit Hallstatt, seinem 7.000 Jahre alten Salzabbau und dem Dachstein wurde Ende 1997 in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die Welterbe-Konvention hat zum Ziel, weltweit herausragende Kulturgüter und Naturgebiete zu erfassen und dauerhaft als Erbe der gesamten Menschheit zu sichern. Für eine Anerkennung als Welterbe werden hohe Anforderungen gestellt, unter anderem muss das Gebiet einzigartig sein. Doch der Ort habe zu wenig Beherbergungsbetriebe, um diese Berühmtheit auch in Einnahmen zu verwandeln, bedauert Bürgermeister Scheutz.

„Albergo diffuso“
Seit mehr als zwei Jahren arbeitet man deshalb im Salzkammergut an einem dezentralen Hotel-Projekt für Hallstatt. Die Quartiere befinden sich dabei nicht in einem einzigen Gebäude, sondern in mehreren revitalisierten Häusern im Ortskern. Eine zentrale Rezeption ist Ansprechpartner für die Gäste und steuert die gesamte Organisation, unter anderem Zimmerreinigung und Catering. Das in Italien bewährte Konzept einer „Albergo diffuso“ mit Ferienwohnungen, das ursprünglich übernommen werden sollte, wurde weiterentwickelt. Das nunmehr geplante „Historik-Hotel Hallstatt“ soll nur Qualitätsbetten auf Vier-Sterne-Niveau anbieten, kündigte der Bürgermeister an. Hallstatt will dabei mit anderen Orten mit ähnlichen Projekten in Österreich – darunter Millstatt in Kärnten und Bad Radkersburg in der Steiermark – unter anderem bei der Vermarktung zusammenarbeiten.

In Hallstatt sind für die erste Phase sechs Objekte als Teil des dezentralen Hotels vorgesehen, darunter das im Eigentum der Gemeinde stehende ehemalige Heimathaus, das zu den ältesten Gebäuden im Ort zählt, weiters das aus dem Jahr 1751 stammende „Amtshaus“ der Salinen Austria AG. Die Gebäude sollen als Beteiligung an der Hotelgesellschaft eingebracht, gekauft oder angemietet werden. 180 bis 200 Betten könnten damit geschaffen werden. Der Betrieb würde mindestens 30 dringend in Hallstatt benötigte Arbeitsplätze schaffen.

7 Mio. Investitionen
Das Investitionsvolumen für das Projekt wird mit rund sieben Mio. Euro veranschlagt. Das Land habe finanzielle Hilfe zugesagt, erklärte Scheutz. Voraussetzung sei allerdings ein Gutachten, das dem Hotel gute Chancen auf einen wirtschaftlichen Erfolg bestätige. Die notwendigen Gesellschafter- und Betreiber-Verträge seien schon vorbereitet. Nächstes Jahr könnte mit der Umsetzung des Vorhabens begonnen werden, 2008 sollte das Hotel in vollem Betrieb stehen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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