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Auch Dürnstein an der Donau (Bild) soll künftig von Kooperation mit anderen touristischen Playern entlang der Donau profitieren.

Neues Tourismuskonzept für Donauraum bis 2026

22.07.2016

Die „ARGE Donau Österreich“ hat ein neues Tourismuskonzept initiiert: Ziel ist die Stärkung des stationären Aufenthaltstourismus im ländlichen Donauraum.

Bislang lag der Fokus auf der Entwicklung von Produkten, die sich entlang der Donau entfalten. Zukünftig sollen ergänzend dazu Maßnahmen ergriffen werden, die zu längeren Aufenthaltsdauern an einem fixen Ort führen. Das ist - in aller Kürze - das erklärte Ziel des neuen Tourismuskonzepts 2016-2026 für die "Donau Österreich". 

Der österreichische Donauraum trug mit 17 Millionen Nächtigungen rund 13 Prozent zum österreichischen Nächtigungsaufkommen 2015 bei. Im Zwanzig-Jahres-Vergleich gelang es der Donau Oberösterreich, der Donau Niederösterreich gemeinsam mit Linz und Wien, die Nachfrage um 85 Prozent zu steigern. Mit der Neufassung des Tourismuskonzeptes für die „Donau Österreich‘“ wird der Blick auf zukünftige Herausforderungen gelegt. Ergebnis ist ein abgestimmter 10-Jahres-Fahrplan für den gesamten österreichischen Donauraum.

Alleinstellungsmerkmal

Die österreichische Tourismusstrategie zählt die Donau gemeinsam mit den Alpen, Städten und Seen zu Österreichs internationalen Alleinstellungsmerkmalen. In dieser Rolle verfolgt die österreichische Donau künftig die Vision, sich als einzigartiges Wechselspiel aus Natur- und Stadterlebnis an der Kulturader Donau zu positionieren. Damit erhebt sie den Anspruch, der Erlebnis-Höhepunkt jeder Donaureise entlang des europäischen Flussgebiets zu sein. Die Tourismusentwicklung der Donau Niederösterreich zeigt sich in den letzten 10 Jahren ebenso positiv. Wurden 2006 rund 1,35 Millionen Nächtigungen generiert, lag die Zahl 2015 bereits bei über 1,55 Millionen, das ist eine Steigerung um 15 Prozent. „Die Donau Niederösterreich ist mit dem Weltkulturerbe Wachau, den renommierten Weingütern und der Kulinarik vor allem auch internationales Zugpferd für Niederösterreich. Alleine in der Wachau wurden 2015 über 633.000 Nächtigungen verzeichnet, davon stammen 320.000 von Auslandsgästen. Die Umsetzung des Tourismuskonzepts wird die Attraktivität und erwartete Anerkennung des österreichischen Donaulimes als Weltkulturerbe international beflügeln, davon bin ich überzeugt“, so Tourismuslandesrätin Dr.in Petra Bohuslav.

Initiiert wurde das neue Tourismuskonzept durch die „ARGE Donau Österreich“. „Bereits der Auftraggeber-Kreis aus Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, Donau Niederösterreich Tourismus GmbH, Niederösterreich Werbung GmbH, Werbegemeinschaft Donau Oberösterreich Tourismus GmbH und Land Oberösterreich verdeutlicht, dass ein wesentliches Erfolgsrezept der zukünftigen Entwicklung in einem nationalen Schulterschluss begründet liegt“, stellt der Sprecher der ARGE Donau Österreich, Friedrich Bernhofer fest.

Vizekanzler und Tourismusminister Mitterlehner war von Beginn an Unterstützer dieser Initiative. „Der Donauraum hat enormes touristisches Potenzial, wie die Steigerungen der Flusskreuzfahrten in den letzten Jahren zeigen. Entscheidend für den Erfolg des Donauraums wird auch weiterhin die Internationalisierung sein, die aber nur durch ein neues Verständnis von Kooperation aller touristischen Player entlang der Donau gelingen kann“, sagt Mitterlehner. „Flexible Projektstrukturen, themenübergreifende Netzwerke sowie grenzüberschreitende Produktentwicklung sind gerade im relativ klein strukturierten Donauraum wichtige Erfolgsfaktoren“, freut sich Mitterlehner über das gemeinsame Vorgehen bei diesem neuen Zukunftsprojekt.

Zielsetzungen

Weitere Zielsetzungen in Richtung Produkte und Märkte umfassen eine Diversifikation des Radfahr-Tourismus sowie eine donauweite Forcierung des Kulturtourismus. „Ausgehend von der Stärke des Donauradweges als europaweit erfolgreichstes Radwanderprodukt, gilt es neue Zielgruppen anzusprechen. Angebote für sportliche Radfahrer, E-Bike-Urlaub oder thematisierte Radreisen müssen verstärkt vor den Vorhang. Kultur soll als neues Vernetzungs-Thema in das touristische Schaufenster der Donau gestellt werden. Der besondere Reiz für den internationalen Gast entsteht hier durch die Kooperation des ländlichen Donauraums mit den Städten entlang abgestimmter Themen und Eventprogramme. Die erwartete Anerkennung des österreichischen Donaulimes als UNESCO-Weltkulturerbe wird diesen neuen Schwerpunkt international weiter beflügeln“, formulieren Petra Riffert, Geschäftsführerin der Werbegemeinschaft Donau Oberösterreich sowie Bernhard Schröder, Geschäftsführer der Donau Niederösterreich Tourismus GmbH, die Neuausrichtungen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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