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New Deal für den Tourismus!

02.06.2016

Statistik VS. Ertrag: Interessenvertreter stellen konkrete Forderungen an die neue Regierung.

Niederösterreich meldet für den Winter das beste Ergebnis ever – trotz weniger schneesicherer Wintersportgebiete. Tirol ist ebenfalls zufrieden, trotz Wetterkapriolen im Dezember. Aus den übrigen Bundesländern kommen ebenfalls erfreuliche Zahlen. Dann ist doch alles paletti im Urlaubsland Österreich. Leider nein. Denn die Nächtigungsrekorde geben nicht die wirtschaftliche Situation in den Betrieben wieder. „Da gibt es eine gewaltige Schieflage“, kommentiert Markus Gratzer, Generalsekretär der ÖHV. Nicht zum ersten Mal. Die Gründe sind bekannt: „Hohe Lohnnebenkosten, steigende Steuern und Abgaben wie auch Überregulierungen engen den unternehmerischen Spielraum drastisch ein. Hier brauchen wir dringend eine Kehrtwende“, sagt Gratzer.

Konkrete Forderungen

Als richtigen Schritt wertet er das anstehende gesetzliche Verbot der Ratenparität bei Online-Buchungsplattformen. Das begrüßt naturgemäß auch die Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Petra Nocker-Schwarzenbacher, und zeigt sich erfreut, dass auch die Preisauszeichnung im Hinblick auf die Ortstaxe geregelt wird: Sofern Zimmerpreise auf einer Webseite angegeben werden, sind die Preise als Bruttopreise auszuzeichnen, d. h. inklusive Steuern, aber ohne Tourismusabgaben. Sie erwartet sich von der neuen Bundesregierung weitere Schritte: „Ich denke an Innovationsförderungen, die Herausforderung der Digitalisierung, die Notwendigkeit, Investitionsanreize zu schaffen wie z. B. die Verkürzung der Abschreibungsdauer.“

Problem Aushilfskräfte

In Hinblick auf steigende (!) Beschäftigungszahlen im Tourismus (es waren im Winter durchschnittlich 3.673 mehr als in Vorjahr – ohne geringfügig Beschäftigte) fordert sie die Politik auf, weitere Potenziale zu heben: Der am Arbeitsgipfel angekündigte Fall der täglichen Geringfügigkeitsgrenze sollte vorgezogen und praktikable Lösungen für die Aktivierung von Aushilfskräften im ländlichen Raum rasch umgesetzt werden.  

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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