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Next Generation

07.10.2010

Dem Städtetourismus der Zukunft widmete sich die diesjährige Wiener Tourismuskonferenz. Unter dem Motto „Next Generation“ in der Aula der Wissenschaften abgehalten, zog sie ein mehr als 400-köpfiges Publikum an.

Fritz Strobl, Brigitte Jank, Norbert Kettner, Rudolf Kaske und die Key-Note-Speaker sprachen über „Next Generation“– die Zukunft des Städtetourismus

 Ihm präsentierten Vorträge und Workshops von in- und ausländischen Experten eine Vorschau auf künftige Lebensstile und Urlaubsformen sowie sich daraus entwickelnde neue Ansprüche an Hotels und die touristische Kommunikation.

GR Fritz Strobl, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Wien und des WienTourismus, betonte in seinem Eröffnungsstatement, dass Wien heuer zwar bei den Nächtigungen sehr erfolgreich unterwegs sei, der Nächtigungsumsatz der Hotellerie aber noch im Hintertreffen liege. Er wies auf Innovationen hin, mit denen die Stadt Wien dazu beiträgt, die Destination für kommende Besuchergenerationen laufend attraktiv zu halten, und führte als Beispiele den neuen 24-Stunden-Service der U-Bahn am Wochenende und vor Feiertagen an sowie die Fortschritte bei der Neugestaltung der Uferregionen am Donaukanal. Auf die Hotelpreise ging Wiens Wirtschaftskammerpräsidentin KommR.in Brigitte Jank ein und gab zu bedenken, dass das in jüngster Zeit stark gewachsene Bettenangebot großen Druck ausübe.

Sie warnte die Hoteliers aber davor, die Preise niedrig zu halten, weil dies auf längere Sicht niemandem einen Vorteil bringe. Die Bedeutung des menschlichen Faktors im Tourismus hob Rudolf Kaske, Vorsitzender der Sektion Persönliche Dienstleistungen in der Gewerkschaft vida, hervor, denn das Tourismusgeschäft sei ein Beziehungsgeschäft, in dem sich jeder einzelne Mitarbeiter tagtäglich neu beweisen müsse. Für die kommenden Generationen der im Tourismus Beschäftigen, sei daher Bildung der wichtigste Faktor, in den es zu investieren gelte.

Über Wiens touristische Performance im laufenden Jahr und die ersten Schritte zur Umsetzung des Tourismuskonzepts Wien 2015 berichtete Tourismusdirektor Norbert Kettner. Das Konzept war bei der vorjährigen Tourismuskonferenz vorgestellt worden und zielt unter der Kurzformel „100 und 1 und jetzt“ darauf ab, bis 2015 den Nächtigungsumsatz der Wiener Hotellerie gegenüber dem Rekordjahr 2008 um 100 Millionen Euro zu steigern und das jährliche Nächtigungsvolumen um 1 Million.

Als Key-Note-Speaker der Konferenz referierte Dr. Ulrich Reinhardt, Vorstandsmitglied der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen in Hamburg, über „Die Zukunft des Städtetourismus“, was durch den Vortrag von Michael Widmann, Geschäftsführer der Beratungsfirma PKF hotelexperts Österreich über „Lebensstile der Zukunft“ vertieft wurde. In Workshops widmeten sich DI Vanessa Borkmann vom Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation dem „Hotel der Zukunft“, und die Expertin für neue Medien Dr. Karoline Simonitsch der „Kommunikation der Zukunft“.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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