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Nicht noch höhere Steuern

14.10.2010

Salzburg. Walter Veit, ÖHV-Landesvorsitzender in Salzburg, appeliert an die SPÖ bei der Einführung der Vermögenssteuer vorsichtig zu sein. Lokale Arbeitgeber dürfen dabei nicht unter die Räder kommen. Außerdem würde eine Lohnkostensenkung den Mitarbeitern mehr bringen als eine Vermögenssteuer.

Walter Veit, Landesvorsitzender der ÖHV in Salzburg

Wie erwartet wird jetzt, nach den Wahlen in der Steiermark und Wien, eine Belastungswelle auf die Österreicher losgelassen. Den Anfang macht Salzburgs SPÖ-Vorsitzende Gabi Burgstaller: Sie tritt auf Bundesebene für die Einführung von Vermögenssteuern ein: „Hier hat der Finanzminister klar den Kurs vorgegeben, dass zuerst über Einsparungen nachgedacht werden soll. Weitere Belastungen für Arbeitgeberbetriebe könnten unbedachte Folgen nach sich ziehen“, erklärt Walter Veit, Landesvorsitzender der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) in Salzburg. Österreich liegt mit einer Abgabenquote von 42,9 % schon jetzt auf Platz 5 der EU-27. „Wir müssen alles daran setzen, wettbewerbsfähiger zu werden anstatt unsere Position weiter zu verschlechtern“, weist Veit auf den starken internationalen Preiswettbewerb hin.

 

Hoteliers nicht dafür bestrafen, dass sie viel investieren müssen

Den Tourismus würde eine Vermögenssteuer am härtesten treffen: „Wir können keine Gewinne abschöpfen, wir müssen laufend in den Betrieb investieren, um den Standards unserer Gäste zu entsprechen. Wenn zu den Finanzierungskosten noch hohe Steuern dazu kommen, wird das Geld anderswo fehlen“, befürchtet Veit. Eine weitere Belastung der betrieblichen Substanz hätte unvermeidliche Folgen auf die regionale Wirtschaft: „Zusätzliche Steuern müssten wir von den Investitions- oder Mitarbeiterbudgets abziehen. In anderen Bereichen ließen sich solche Summen gar nicht einsparen“, so Veit. Wer Arbeitnehmer entlasten will, solle Lohnnebenkosten senken, ganz egal, ob Arbeitgeber- oder Arbeitnehmeranteile: „Davon hätten unsere Mitarbeiter viel mehr als von einer undurchdachten Vermögenssteuer!“

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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