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Nicht nur schnelle Lieferung

27.06.2018

Zustellung ist ein Thema, das die Gastro-Großhändler beschleunigen. Ein ÖGZ-Rundruf bei den wichtigsten Anbietern

Wie viel wird geliefert?

Auch wenn die Gastro-Großhändler vermehrt in die Vor-Ort-Präsenz in Form von C+C-Märkten investieren – aktuelle Beispiele sind etwa Kastner in Eisenstadt oder Transgourmet Schwarzach –, gewinnt durchwegs das Liefergeschäft an Bedeutung. Die Anteile des Liefergeschäfts liegen von etwa 30 Prozent (Metro) bis 70 Prozent bei der auf Zulieferung fokussierten Eurogast-Gruppe, bis zu 100 Prozent beim Zulieferspezialisten Kröswang. 

Wie kann man bestellen?

Bei der Bestellart bieten die Großhändler ihren Kunden durch die Bank individuelle Möglichkeiten an. Es gibt Kunden, die die Bestellung über den Telefonverkauf bevorzugen, andere hingegen haben noch die händisch geschriebene Bestellliste, die per Fax versendet wird, heißt es bei AGM. Natürlich geht der Trend dort zum Webshop. Kastner fokussiert hier mit seinem neuen Webshop auf die individuellen Einkaufsgewohnheiten der jeweiligen Kunden. Metro arbeitet gerade daran, Kunden zu helfen, ihren Lagerstand gering zu halten. Durch M2M-Kommunikation soll die automatische Bestellung von zu Neige gehenden Produkten ermöglicht werden. Das Handelshaus Wedl arbeitet derzeit am Order&Collect-Ansatz, der derzeit in ausgewählten Märken angeboten wird. Hier können Kunden telefonisch oder online ihre Waren bestellen und vor Ort abholen. Eurogast bietet mit Eurogast Best.Friend eine App, die mittels Barcode-Scan die Bestellung einleitet.  

Gibt es Mindestmengen?

Unterschiedlich verfahren die Anbieter mit dem Thema Mindestbestellmenge. Gebühren sind meist abhängig vom Jahresvolumen und der Bestellfrequenz. Bei Transgourmet gibt es beispielsweise keinen Mindestbestell-umsatz – bei einem Bestellwert unter 720 Euro wird eine Logistikgebühr verrechnet. 

Wie schnell wird geliefert?

Bei AGM hängt die Liefergeschwindigkeit vom Produkt und vom Markt ab. Prinzipiell gilt: Bei einer Bestellung bis 14.00 Uhr wird eine Zustellung innerhalb eines 90-minütigen Zeitfensters am Folgetag garantiert. Eurogast setzt für Notfälle auf spezielle Lieferungen außerhalb der Öffnungszeiten, auch an Feiertagen und Sonntagen. Kröswang verfolgt den Ansatz, die Produkte nach Eingang der Bestellung frisch zu produzieren. Um eine Produktion am gleichen Tag zu ermöglichen, müssen Kunden bis 11.30 Uhr bestellen. Auf Express setzt Metro. In den Großstädten Wien, Graz und Linz wird innerhalb von drei Stunden geliefert – dank Elektrofahrzeugen auch abgasfrei. Bei Transgourmet werden Bestellungen bis 12 Uhr am Folgetag, im Rahmen der vereinbarten Liefertage, ausgeliefert. Kastner liefert das gesamte 60.000 Produkte umfassende Sortiment binnen 24 Stunden. 

Was wird geliefert?

Geliefert wird so gut wie immer das ganze Sortiment. Achtung: Manchmal ist bei speziellen Produkten eine Vorbestellung notwendig. Bei Kröswang werden rund 1.000 Produkte ausschließlich nach Bestellung produziert und im Normalfall innerhalb von 24 Stunden geliefert. 

Wer berät mich?

Individuelle Beratung ist wichtig. So baut beispielsweise das Handelshaus Wedl neben dem Webshop auch die individuelle Beratung aus. Bei AGM berät in erster Linie der persönliche Verkaufsberater, aber viele Kunden bestellen auch über den Telefonverkauf, wo auch entsprechende Produktberatung angeboten wird. Ähnlich bei Kastner, wo 40 Fachberater im Einsatz sind. Ein Bekenntnis zu Beratung kommt auch von Eurogast: „Wir gehen nicht davon aus, dass es eines Tages ohne Personal geht. Im Gegenteil, wir setzen noch mehr auf persönliche Beratung.“ Die Anbieter achten auch darauf, dass jeweils der gleiche Fahrer kommt – der sozusagen den „Hausbrauch“ kennt, wie man es bei Transgourmet nennt. Apropos Hausbrauch: Eurogast bietet dem Kunden einen Einräumservice bis ins Lager. 

Autor/in:
Daniel Nutz
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