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Nichts für schwache Nerven

15.10.2008

20 Nationen kochen von 19. bis 22. Oktober 2008 im deutschen Erfurt um die Ehre. Die Anforderungen der "Olympiade der Köche 2008" sind hochgesteckt - 20 Jugendnationalmannschaften nehmen die Herausforderung an, darunter auch ein achtköpfiges Team aus Österreich. Mit dabei ein ehemaliger Zögling von Spitzenköchin Johanna Maier sowie zwei Mitarbeiterinnen vom Meinl am Graben und dem Hotel Sacher in Wien.

Das Team bei der Pressekonferenz

"Ich glaube schon, dass wir im vordersten Drittel mitmischen können", zeigte sich Teammanager und Koch Helmut Deutsch bei einer Pressekonferenz am Wiener Naschmarkt siegessicher. Als Favoriten gelten laut dem Küchenmeister allerdings vor allem die Skandinavier, die sich mehr als eineinhalb Jahre auf den Wettbewerb von 19. bis 22. Oktober vorbereitet haben. Für Österreich treten sowohl Lehrlinge als auch ausgebildete Köche zwischen 18 und 23 Jahren an.

Ein Wildente in Rekordtempo

"Die Schwierigkeit ist besonders die Teamfähigkeit", betonte Deutsch. "Jeder Koch ist nur so gut wie seine Mitarbeiter", pflichtete auch Siegfried Dörre, Obmann der Wiener Köche bei. "Patissier, Saucier, Commis - jeder spielt sein Instrument, gemeinsam komponieren sie." Bei der Olympiade sollte den jungen Köche dies in drei Disziplinen gelingen. In der ersten Kategorie müssen vier der Teilnehmer in 3,5 Stunden 110 Portionen einer selbst wählbaren Hauptspeise servierfertig präsentierten. Kredenzt wird kulinarisches aus der Heimat: Milchkalb, Ochsenschlepp-Erdäpfeln und mit Blunz'n gefüllte Paprika.

In der "gläsernen Küche" müssen drei weitere Teilnehmer anschließend eine Wildente zubereiten. Im Alleingang sollte der erste Koch binnen 30 Minuten eine Vorspeise zaubern, ein Kollege danach aus genau dieser Ente eine Suppe. Was übrig bleibt, muss von Olympia-Anwärter Nummer Drei in der verbleibenden Zeit zu einer Hauptspeise verarbeitet werden.

Persönliches Messer als Glücksbringer

Den Abschluss bildet die "kalte Plattenschau", bei der die jungen Köche beispielsweise mit heimischen Seefischen, Kaninchen und Rotweinrisotto sowie Rosensushi und Karamell-Cannelloni überzeugen wollen. Die Generalprobe für den Bewerb findet in der Gewerbefachschule am Wiener Judenplatz mit 80 Gästen statt. Einen "Glücksbringer" - ein Messer mit eingraviertem Namen - bekamen die Köche bereits am Mittwoch überreicht.

Wettbewerbe wie dieser seien für junge Köche immer wichtig - vor allem als Vorbereitung auf den Arbeitsalltag, betonte Haubenkoch Bernie Rieder bei der Pressekonferenz. "Den Druck hat man täglich, es gibt einen ständigen Wettbewerb zwischen dir und dem Gast."

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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