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Nichts verstanden? Kitzbüheltourismus reagiert beleidigt auf Kritik

23.11.2018

In Tirol haben sich in letzter Zeit Aktionen gehäuft, die in der breiten Öffentlichkeit und in der Fachwelt auf Unverständnis gestoßen sind. Das ging bis zum Landeshauptmann von Tirol. Prominentes Beispiel war die Beschneiung einer Piste im spätsommerlichen Kitzbühel mit Depotschnee. Die Aktion ist pr-mäßig ziemlich nach hinten losgegangen.

Jetzt hat die Verantwortliche bei der Vollversammlung ihres Tourismusverbands reagiert: "Wir werden von allen Seiten abgewatscht“, schimpfte Kitzbühel Tourismus-Obfrau Signe Reisch und wird so vom Bezirksblatt zitiert. Und weiter: „Eine Frechheit ist, wenn sogar LH Günther Platter Kritik am Tourismus übt. Er ist doch der oberste Landestouristiker; da gilt wohl die Devise 'Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass'. Wenn wir nix tun, heißt es, wir schlafen; setzen wir die nötigen starken Akzente, ist es erst recht nicht OK".

 

Paradoxe Diskussion?

 

Die Diskussionen um die Schneedepos sei paradox, andernorts würde Chemie eingesetzt; auch die Kritik an der "Optik" und bezüglich des Naturschutzes versehe sie nicht. "Dem gegenüber stehen die erneuten Auszeichnungen als bestes Bergbahnunternehmen und Österreichs beste Skidestination. Wir setzen auf Qualität statt Quantität. Ohne Fortschritt geht's halt im Tourismus nicht. Die Kritiker bitte ich sachlich zu bleiben", so Reisch.

Vielleicht gehen die „starken Akzente“ in die falsche Richtung? Vielleicht muss sich der Tourismus neu orientieren? Vermutlich auch in Kitzbühel. Qualität vor Quantität – da zumindest hat die Obfrau vollkommen recht.

 

Zur Kritik aus der Branche: https://www.gast.at/gast/wir-muessen-positive-aufmerksamkeit-schaffen-17...

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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