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Noma verteidigt Poleposition

28.04.2011

Das Noma wurde bei der Wahl zu den „World’s 50 Best Restaurants" wie im Vorjahr auf Platz eins gereiht. Das Wiener Steirereck konnte seine Top-Platzierung mit Rang 22 (fast) halten

René Redzepi (vorne mit Trinkhorn) und sein Team vom Noma konnten den ersten Platz vom Vorjahr verteidigen. Auf der Bühne präsentierten sich die nüchternen Dänen in gewohnt skandinavischer Zurückhaltung

Anfangs wurde die jährliche Kür der 50 besten Restaurants der Welt, die das britische Restaurantmagazin mit Hauptsponsor S. Pellegrino seit elf Jahren durchführt, mancherorts belächelt. Wie soll es möglich sein, objektiv zu ermitteln, was denn das beste Restaurant der Welt sei? Und wen interessiert so eine Liste überhaupt?

Heute ist die Gala, bei der die Rangliste veröffentlicht wird, ein glamoröses Event, zu dem die besten Köche und Gastronomen aus Europa und Übersee anreisen. Die Gala in der altehrwürdigen Guilded Hall in der City of London wurde von mehreren TV-Stationen aufgezeichnet, fast jede britische Tageszeitung berichtete ausführlich über die Resultate.

Skandinavien & Spanien top

Dabei haben die Restaurants aus Großbritannien keinen echten Heimvorteil gehabt. Heston Blumenthal fiel auf den fünften Platz zurück, mit dem 2-Sterne-Restaurant The Ledbury (Rang 34) und dem rustikalen St. John (Rang 41) sind nur drei britische Restaurants unter den Top-50. Ganz anders wird von den nominierten Votern (über 800 Experten aus der Branche) Spanien wahrgenommen. Mit den Plätzen 2 (El Celler de Can Roca), 3 (Mugaritz) und 8 (Arzak) konnten sich gleich drei spanische Restaurants in den Top Ten platzieren, und das trotz des Rückzugs der langjährigen Nummer eins, dem El Bulli von Ferran Adriá. Dass sich René Redzepis Noma in Kopenhagen erneut als Nummer 1 behaupten konnte, war für die meisten Gäste keine große Überraschung. Dass mit Alex Atalas Restaurant D.O.M. in São Paolo erstmals ein südamerikanisches Restaurant in die Top Ten gewählt wurde hingegen schon. Ebenfalls bemerkenswert, dass das beste französische Restaurant erneut kein Sterne-gekrönter Gourmettempel ist, sondern das leger Pariser Bistro Le Chateaubriand (Rang 9).

Steirereck wieder dabei

Höchst erfreulich aus heimischer Sicht ist, dass das Wiener Steirereck die sensationelle Vorjahrsplatzierung (fast) halten konnte (Platz 22 statt 21). „Wir sind sehr glücklich darüber, dass unsere Bemühungen um eine eigenständige Küchenlinie mit Fokussierung auf selten gewordene regionale Gemüsesorten auch international wahrgenommen wird", freute sich Steirereck-Chef Heinz Reitbauer in London.

Die komplette Liste der Top-100 Restaurants und ein Video der exklusiven Gala gibt es unter:


www.theworlds50best.com

Wolfgang Schedelberger

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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