Direkt zum Inhalt
Der Umsatz-Ersatz von bis zu 80 Prozent des Vorjahres bleibt auch bei Kurzarbeitsmaßnahmen.

Nun fix: Umsatz-Ersatz bleibt auch bei Kurzarbeit

05.11.2020

Erleichterung für Gasronomie und Hotellerie: Die Spekulationen über die genaue Umsetzung des Umsatz-Ersatzes haben ein Ende. Unternehmen bekommen bis zu 80 Prozent, auch wenn sie Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Auch Zusellservices werde nicht gegengerechnet.

Die Kurzarbeit wird nicht dem Umsatz-Ersatz gegengerechnet. „Wenn die Kurzarbeit hier mit drin wäre, käme für Viele nichts mehr heraus“, stellte der Obmann der Gastronomiesparte in der WKÖ, Mario Pulker fest. Ebenso nicht gegengerechnet werden jene Umsätze, die die Gastronomen nun aus dem Liefer- bzw. Mitnehmgeschäft lukrieren. Sehr wohl gegengerechnet werden laut Pulker 100 Prozent hohe Kreditgarantien, nicht aber Garantien, die sich auf 90 oder 80 Prozent belaufen. "Und die Hilfe wird rasch fließen", so der Wirtschaftskämmerer, "spätestens 14 Tage nachdem die Verordnung fertig ist."

Verordnung in Planung

Wann sie genau fertig sein wird, ist offen. Hier geht fehlt noch eine Einigung von ÖVP und den Grünen.

Hintergrund: Neos-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn hatte aufgrund von Aussagen von Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) vermutet hat, dass die Kurzarbeit beim Umsatz-Ersatz im November gegengerechnet werden könnte.

Für den November erhalten vom Lockdown betroffene Branchen - Gastronomie und Hotellerie - einen. Umsatz-Ersatz von bis zu 80 Prozent der Erlöse des vorigen Novembers. Dafür darf niemand gekündigt werden. Der maximale Auszahlungsbetrag pro Unternehmen ist gemäß Genehmigung der EU-Kommission mit 800.000 Euro gedeckelt, wobei bestimmte Corona-Hilfen gegengerechnet werden müssen

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Mario Pulker auf der Terrasse seines Betriebs in Aggsbach, Niederösterreich. Er ist seit 2015 Obmann des Fachverbandes Gastronomie in der der WKÖ.
Gastronomie
20.06.2017

Mario Pulker, Obmann des Fachverbands Gastronomie in der WKÖ, im Interview über Herausforderungen als Unternehmer, Roboter als Mitarbeiter, die Reform der Gewerbeordnung und preissensible Gäste ...

Die Paragastronomie ist eine Gefahr für den kleinen Wirten am Land.
Gastronomie
20.04.2016

WKÖ-Studie belegt: „Kleine Vereinsfeste“ und Vereinslokale nehmen Gastronomen Umsätze weg.

Soll es eine verpflichtende Kennzeichnung von Fleisch in der Gastronomie geben? Und warum genügt es nicht, wenn man es freiwillig tut?
Gastronomie
09.02.2016

Die Forderung ist nicht neu, die Reaktion darauf auch nicht: Landwirtschaftskammer-Präsident Schultes pocht weiter auf einer verpflichtenden Kennzeichnung landwirtschaftlicher Produkte in der ...

Alexandra Gaggl, Cuchina, Wien
Umfrage
29.01.2015

Allergenverordnung: Wie sieht Ihre erste Bilanz aus?

Gastronomie
23.07.2014

Die EU-Lebensmittelinformationsverordnung besagt, dass die Konsumenten ab 13. Dezember 2014 auch bei unverpackten Lebensmitteln über allergene Inhaltsstoffe informiert werden müssen.

Werbung