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Nur 720 Saisoniers bewilligt

24.04.2018

Bundesministerin Beate Hartinger-Klein hat, einem gemeinsamen Vorschlag der Sozialpartner im Tourismus folgend, ein Kontingent für die Beschäftigung ausländischer Saisoniers aus Drittstaaten für die kommende Sommersaison freigegeben. Das Kontingent beträgt 720 Personen und fällt somit etwas kleiner als im Vorjahr (731 Personen) aus. Dabei wurden die „gute Arbeitsmarktlage“ sowie die „Auslastung des Vorjahreskontingents“ berücksichtigt.

Das Kontingent soll es den Betrieben ermöglichen, ihren zusätzlichen Bedarf an saisonalen Fachkräften abzudecken. Die Saisoniers kommen zum überwiegenden Teil aus den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien, viele von ihnen waren schon in den Vorjahren beschäftigt. Die Bewilligungen gelten ab 1. Mai 2018, Saisoniers für Berg-, Alm- oder Schutzhütten können ab sofort zugelassen werden.

Vorhandenes Arbeitskräftepotenzial nutzen

Die Bewilligungen stehen – wie bisher – unter dem Vorbehalt einer Arbeitsmarktprüfung und werden vom Arbeitsmarktservice nur erteilt, wenn die offenen Stellen nicht mit arbeitslos vorgemerkten inländischen oder integrierten ausländischen Arbeitskräften besetzt werden können.

„Wir möchten trotz allem die Betriebe weiterhin dazu anhalten, vorrangig das vorhandene Arbeitskräftepotenzial zu nutzen“, sagt die Ministerin. „Dazu gehören vor allem auch die rund 33.000 arbeitslos vorgemerkten oder in Schulung befindlichen Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten, die unbeschränkten Arbeitsmarktzugang haben und bewilligungsfrei beschäftigt werden können. Das Arbeitsmarktservice wird versuchen, diese Arbeitskräfte verstärkt auch überregional in die Tourismusregionen zu vermitteln.“

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