Direkt zum Inhalt

Nur noch 12 % der Österreicher verweigern Fast-Food-Ketten

28.01.2005

Die Fast-Food-Kultur hat mittlerweile auch Europa fest im Griff. Nur noch knapp jeder fünfte Europäer (im Vergleich dazu nur mehr 3 % der US-Bürger) behauptet von sich, niemals in einem Fast-Food-Restaurant zu essen. In Österreich sind es sogar nur mehr 12 Prozent, in Deutschland 14 Prozent, die so kategorisch den Griff zu Burgern und Pizzas der Fast-Food-Ketten ablehnen.

Eine von ACNielsen weltweit durchgeführte Studie zeigt aber, dass Europa damit immer noch zu den enthaltsamen Regionen zählt, denn in Asien sind es gerade einmal zwölf Prozent, die sich Fast-Food völlig verweigern und in den USA sogar nur ganze drei Prozent der Befragten.

Zeitmangel ist in Österreich wichtigster Grund für das Aufsuchen von Fast-Food Restaurants

Auf die Frage nach den wichtigsten Gründen, warum ein Fast-Food-Restaurant aufgesucht wird, nennen Österreicher mit Abstand am häufigsten die für eine richtige Mahlzeit fehlende Zeit. Als übrige wichtige Argumente werden die bequem zu erreichende Lage, die guten Hygienestandards, die Art der Küche und natürlich das vernünftige Preis-Leistungs-Verhältnis genannt.

Während Lage und Preis weltweit übereinstimmend als entscheidende Argumente angeführt werden, scheint Zeitmangel ein speziell österreichischer aber auch deutscher Beweggrund zu sein, der von allen untersuchten Ländern hierzulande am häufigsten angeführt wird. Insgesamt 45 Prozent bzw. 48 Prozent aller Befragten in Österreich bzw. Deutschland begründen ihre Wahl mit Zeitmangel, im Unterschied zu 32 Prozent im europaweiten Schnitt und nur 22 Prozent im weltweiten Durchschnitt.

Auch Promotions und Sonderangebote sprechen die österreichischen Konsumenten stark an

Ein weiteres, speziell für Österreicher und Deutsche entscheidendes Kriterium sind Sonderangebote und Promotions. Für 27% der befragten Österreicher und ein Drittel der Deutschen sind solche Aktionen ein wichtiger Grund, ein Fast-Food-Restaurant aufzusuchen, im Vergleich zu gerade einmal 16 bzw. 15 Prozent im europa- bzw. weltweiten Durchschnitt.

Hierzu bemerkt Frank Martell, CEO ACNielsen Europe: „Zu wissen, was die Hauptantriebsfaktoren für die Wahl eines Fast-Food-Restaurants sind, ist natürlich absolut essentiell für die Branche. Jeder Markt ist unterschiedlich geprägt durch Lebensstile und kulturelle Einflüsse. Die großen internationalen Ketten mussten ihre ‚American-style’-Menüs und die Einrichtung an lokale Gegebenheiten anpassen, bevor sie entsprechende Erfolge und Akzeptanz finden konnten.“

Wie häufig essen Sie in Fast-Food-Restaurants?
Österreich -Europäischer Durchschnitt
Niemals 12% - 18%
Einmal im Monat oder seltener 47% - 46%
Zwei- bis dreimal Mal im Monat 33% - 25%
Ein- oder zweimal pro Woche 6% - 8%
Drei- bis sechsmal pro Woche 1% - 2%
Täglich 1% - 1%
Quelle: ACNielsen, 01/05

Zur Methodik der Studie: Basis für die Daten ist eine ‚Consumer Confidence Survey’, für die ACNielsen im Oktober 2004 via Internet 14.000 Verbraucher in den USA und 27 weiteren Ländern in Europa und der Region Asien/Pazifik befragt hat. Ausnahme ist Vietnam. Dort wurden Face-to-Face-Interviews durchgeführt.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Gastronomie
12.01.2021

96 Anzeigen hagelte es in der Linzer Innenstadt, außerdem wurde ein Betretungsverbot ausgesprochen. Das Lokal wurde geräumt.

680.000 m² Eigengrund und ein eigener Helikopterlandeplatz: Das Schlosshotel Pichlarn hat einen neuen Eigentümer.
Hotellerie
12.01.2021

Die Imlauer Unternehmensgruppe übernimmt das 5-Sterne-Hotel in Aigen im Ennstal. Vermittelt wurde die Transaktion von Christie & Co.

Friedrich Wimmer war 44 Jahre lang für Lenz Moser tätig.
Gastronomie
12.01.2021

Marketingleiter Friedrich Wimmer tritt seinen wohlverdienten Ruhestand an. Er war 44 Jahre lang für die Weinkellerei tätig. Seine Nachfolge hat mit 1. Jänner Christoph Bierbaum angetreten.

Freitesten für Gastro und Kino? Der nächste Anlauf der Regierung kommt.
Gastronomie
08.01.2021

Ein negativer Corona-Test soll eine "Eintrittskarte" für Gastronomie und Veranstaltungen werden. Wie dies im Detail aussieht, darüber herrscht noch Unklarheit. 

Gastronomie
08.01.2021

Gegen Lebensmittelverschwendung wirkt die App Too Good To Go. Investore steckten nun mehr al 25 Millionen Euro in das internationale Startup.

Werbung