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ÖHV gegen eine Vermögenszuwachssteuer

28.04.2009

Für Sepp Schellhorn, Co-Präsident der ÖHV, ist die Vermögenszuwachssteuer kein gutes Mittel zur Geldbeschaffung, denn die Einführung dieser Steuer würde die Hotellerie besonders hart treffen.

Sepp Schellhorn

Seit Abschaffung der Schenkungs- und Erbschaftssteuer gibt es die Diskussion um die Einführung einer Vermögenszuwachssteuer. Die österreichische Steuer- und Abgabenquote liegt schon jetzt über dem EU-Durchschnitt. Bevor eine Querfinanzierung via Vermögenszuwachssteuer angedacht werde, müssten sämtliche Einsparungspotenziale ausgeschöpft werden, so der Co-Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Sepp Schellhorn: "Bei einer Abgabenquote von rund 42% sollte lieber sämtliche Energie in eine durchdachte und schon seit langem fällige Verwaltungsreform investiert werden und keine neue Steuer erfunden werden", so Sepp Schellhorn.

Nachhaltiger Schaden für den Tourismus

Eine Vermögenszuwachssteuer würde die stark von Familienbetrieben geprägte Tourismuswirtschaft über Generationen hinaus schädigen. Die Besteuerung von Vermögen, wie beispielsweise Grund und Boden, ist nicht gerecht, weil in der Regel diese aus hochversteuerten Einkommen geschaffen wurden und eine solche überwiegend anlagenintensive Branche wie die Hotellerie stark treffen würde. "Eine weitere zusätzliche Besteuerung von bereits mehrfach versteuerten Kapital ist wirtschaftsschädlich, verantwortungslos gegenüber den nächsten Generationen und daher strikt abzulehnen", so Schellhorn.
Auch zu massiven Bewertungsdifferenzen von Familienhotels kann es kommen, wenn sich beispielsweise die Hotelimmobilie schon länger in Familienbesitz befindet. Für Schellhorn reicht die Vermögensbesteuerung durch die Grund- bzw. Grunderwerbssteuer und die Spekulationssteuer für Immobilien vollkommen aus. Und lehnt daher die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer nach deren Abschaffung vor 15 Jahren vehemnt ab.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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