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Österreich ernährt sich falsch

13.04.2005

Die Österreicher essen zu wenig Gemüse und Getreideprodukte, trinken zu viel Bier und machen zu wenig Bewegung. Das sind die zentralen Ergebnisse des Europäischen Ernährungs- und Gesundheitsberichts 2004, der im Gesundheitsministerium in Wien vorgestellt wurde.

Dramatisch sei die Situation in Österreich aber nicht, so der Autor der Studie, Univ.-Prof. Ibrahim Elmadfa vom Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Wien: „Österreich ist Durchschnitt.“ Der Bericht ist der erste, der ernährungs- und gesundheitsbezogene Daten aus 14 europäischen Ländern miteinander vergleicht. Neben Österreich wurden die Lebensmittel- und Nährstoffaufnahme sowie die Ernährungsgewohnheiten in Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Portugal, Schweden, Spanien, Ungarn, Großbritannien und Norwegen erhoben.
Positiv befindet die Studie den generell steigenden Obst- und Gemüseverbrauch in Europa sowie den steigenden Verzehr von Fisch. Negativ sei gleichzeitig allerdings der erhöhte Konsum von rotem Fleisch, Geflügel, Zucker und Süßstoffen. Allerdings könne, so der Ernährungswissenschafter, die Versorgung mit Obst- und Gemüse nicht mit der Nachfrage Schritt halten.
Obst über Durchschnitt
Top ist Österreich, was den Obst-Konsum betrifft. Elmadfa: „Da liegen wir deutlich über dem Durchschnitt. Anders sieht es allerdings beim Gemüse-Verzehr aus, dabei liegt Österreich klar darunter.“ Ebenfalls negativ: Der deutlich überdurchschnittliche Zuckerverbrauch und die Tatsache, dass die Österreicher gemeinsam mit den Dänen die eifrigsten Biertrinker sind. Und auch in Sachen Verzehr von rotem Fleisch – hauptsächlich Schweinefleisch – liegt Österreich im Spitzenfeld.
„Außerdem nehmen wir zu wenig Kohlenhydrate und zu viele Fette zu uns“, bilanzierte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat den vorliegenden Bericht. Damit sei auch die steigende Zahl der Übergewichtigen zu erklären. „Und das Erschreckende daran ist, dass nicht nur viele Erwachsene zu dick sind, sondern dass dieser Trend schon im Kindesalter zu beobachten ist.“

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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