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Österreich rutschte bei den beliebtesten Tourismuszielen ab

01.06.2005

Die Tourismusdestination Österreich ist im neuesten internationalen Ranking der World Tourism Organisation (WTO) von Platz sieben auf Platz zehn zurückgefallen. Sind also die Grenzen des touristischen Wachstums für Österreich erreicht? Keineswegs, so die Überzeugung von Dr. Arthur Oberascher, Geschäftsführer der Österreich Werbung, wenn man auf die richtigen Strategien setzt.

Neueinsteiger und Aufsteiger im Destinationen-Ranking der WTO sind vor allem die neuen Wachstumsstaaten in Asien. Ein Umstand, der einerseits die allgemein positive wirtschaftliche Entwicklung der Region abbildet, andererseits ein weiteres Indiz für die Internationalisierung der Reiseströme ist. „Mit dieser Entwicklung müssen wir in Zukunft umgehen können und unsere eigene Marktposition am weltweiten Tourismusmarkt klar definieren und, wenn nötig, relativieren“, so ÖW-Chef Oberascher.
Ebenso relativ ist jedoch auch das WTO-Ranking zu betrachten: Denn gerade bei den „Boom-Destinationen“ China und Hongkong sind die Wachstumsraten von einem viel niedrigeren Entwicklungsstand der touristischen Angebotsstruktur zu betrachten. Ein volkswirtschaftlicher Boom wie derjenige Chinas wirkt sich selbstverständlich in vielen Wirtschaftszweigen – so auch im Tourismus – aus. „Eine „entwickelte“ touristische Destination wie Österreich mit ihrer über viele Jahrzehnte gewachsenen Struktur und ihren wirtschaftlichen Erfolgen muss sich vom rein quantitativen Denken lösen“, analysiert Oberascher. Ein Indikator im WTO-Ranking illustriert diesen hohen Entwicklungsgrad der Destination Österreich: Mit 237 internationalen Ankünften pro 100 Einwohner wird der Flächenstaat Österreich – ein Land mit nur 8 Millionen Einwohnern – nur noch von der städtischen Agglomeration Hongkong übertroffen.
„Diese Überlegungen können für Österreichs Touristiker nur eine Konsequenz haben: Touristisches Wachstum wird auf die Dauer nur über Qualität definiert – bei gleichzeitiger Erschließung und Entwicklung neuer Märkte, also Forcierung der Internationalisierung“, so Oberaschers Fazit. Österreich im internationalen Wettbewerb der Destinationen als Qualitätsurlaubsland zu verankern – mit einer hohen Wertschöpfung in allen Gliedern der Wertschöpfungskette – ist der Schlüssel zu künftigem Markterfolg.
Daran arbeitet die Österreich Werbung seit langem. Als Wissensagentur bereitet sie Markt- und Markenwissen für alle heimischen Angebotsträger auf, fokussiert ihr internationales Marketing auf Qualität, erschließt neue Vertriebskanäle – und zeigt in allen Elementen des Marketings, dass Charme und Qualität des Urlaubslandes Österreich im internationalen Wettbewerb bestehen können. Jetzt und in Zukunft.

Asiatische Destinationen wuchsen am stärksten

China und Hongkong legten bei den Ankünften zwischen 1995 und 2004 um je knapp 9 Prozent zu. Spanien wuchs um 4,9 Prozent. Ebenfalls gut performte Deutschland mit einem Wachstum von 3,5 Prozent. Die Zahl der Ankünfte in Frankreich erhöhte sich um 2,5 Prozent, in Italien um 2 Prozent, in Großbritannien um 1,8 Prozent. Österreich legte um 1,3 Prozent zu.
Bei den Ankünften pro 100 Einwohner führt Hongkong mit 318 Ankünften, Österreich folgt auf dem zweiten Platz mit 237 Ankünften. Noch am „Stockerl“ steht auch Spanien mit 133
Ankünften pro 100 Einwohner. Die geringsten Ankünfte pro Einwohner verzeichnete China, wo 3 Ankünfte auf 100 Einwohner kommen.
Den größten Weltmarktanteil hat Frankreich mit 9,9 Prozent, gefolgt von Spanien (7,1 Prozent) und Großbritannien (6,1 Prozent). Auf Österreich entfällt ein Weltmarktanteil von 2,6 Prozent.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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