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Österreicher in Urlaubsstimmung

14.05.2012

Wien. Laut ÖAMTC-Reismonitoring planen zwei Drittel der Österreicher eine Urlaubsreise. Zwanzig Prozent sind noch unentschlossen, lediglich 18 Prozent wollen heuer gar nicht verreisen. Die vorraussichtliche Dauer des diesjährigen Haupturlaubs soll durchschnittlich 11,1 Tage betragen.

Die Urlaubsstimmung der Österreicher ist auch heuer ungebrochen - von der Krise ist nichts zu spüren. Das zeigt das ÖAMTC-Reisemonitoring, das Einblicke in das Reiseverhalten und die Urlaubspläne der Österreicher gibt. Für die repräsentative Umfrage des Clubs führte das Market Institut im April Telefoninterviews mit 1.008 Österreichern ab 15 Jahren durch. Sechs von zehn Österreichern (62 Prozent) geben an, dieses Jahr eine Urlaubsreise unternehmen zu wollen. 20 Prozent waren zum Zeitpunkt der Befragung noch unentschlossen. Lediglich 18 Prozent wollen heuer nicht verreisen. "Wenn sich die Reiseabsichten der Österreicher bestätigen, könnte der Sommer 2012 vielleicht eine noch bessere Reisesaison bringen als 2011", sagt ÖAMTC-Reiseexpertin Silvie Bergant. Im Vorjahr verreisten 67 Prozent.

Kurzurlaube weiterhin im Trend

Die voraussichtliche Dauer des Haupturlaubes 2012 wird im Schnitt 11,1 Tage betragen. "Die Entwicklung zeigt einen Trend zu immer kürzeren Urlaubsreisen", sagt die ÖAMTC-Touristikerin. Nur 35 Prozent der Befragten planen einen 9- bis 14-tägigen Urlaub. Im Vorjahr haben noch 38 Prozent einen solchen gemacht. Eine Reise, die 15 Tage oder länger dauert, planen nur 11 Prozent. 2011 waren noch 21 Prozent der Reisenden 15 Tage oder länger unterwegs. Wer in Österreich Urlaub macht, wird mit durchschnittlich 8,5 Tagen am kürzesten auf Reisen sein. In Europa planen die Österreicher 10,7 Tage für ihren Urlaub ein. Außerhalb Europas liegt die durchschnittliche Urlaubsdauer bei 17 Tagen. Personen, die einen Kurzurlaub bis zu drei Tagen planen, sind hauptsächlich junge Reisende bis 29 Jahre (30 Prozent) und Singles (34 Prozent). Aber auch die Generation der 50- bis 59-Jährigen findet immer häufiger Gefallen an Kurzurlauben (25 Prozent).

Über ein Viertel bleibt in Österreich

"Die österreichische Tourismusbranche darf sich freuen, denn zumindest die einheimischen Gäste sind ihr schon gesichert", prognostiziert Bergant aufgrund des ÖAMTC-Reisemonitorings. Demnach beabsichtigt ein gutes Viertel (27 Prozent) aller Reisenden, ihren Urlaub im Heimatland zu verbringen. Kärnten ist unter den Österreich-Urlaubern mit Abstand das beliebteste Bundesland (28 Prozent). Auf den weiteren Plätzen folgen dicht gedrängt die Steiermark (18 Prozent) und Tirol (17 Prozent). Platz vier belegt das Burgenland (10 Prozent), gefolgt von Vorarlberg (9 Prozent), Niederösterreich (8 Prozent), Salzburg (6 Prozent), Oberösterreich (3 Prozent) und Wien (1 Prozent). "Im europäischen Ausland bleiben die Großen weiterhin groß. Unangefochtene Nummer eins ist Italien", weiß die Clubexpertin. 14 Prozent planen eine Italien-Reise. Es folgen Kroatien und Spanien mit jeweils 8 Prozent, Griechenland (6 Prozent) und die Türkei (5 Prozent).

Städtereisen und Aktivurlaube holen auf

Der klassische Bade- und Sonnenurlaub ist nach wie vor en vogue bei den Österreichern, auch wenn er in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgeht. 54 Prozent planen, auch dieses Jahr wieder die Seele am Strand baumeln zu lassen. "Aktivere Urlaubsarten sind aber auf der Überholspur", wirft die ÖAMTC-Reiseexpertin ein. So werden 2012 bereits 25 Prozent eine Städtereise machen und auch der Aktivurlaub (14 Prozent) und eine Kultur- bzw. Bildungsreise (14 Prozent) liegen hoch im Kurs. Weiters wollen 10 Prozent ihren Urlaub mit einem Verwandten- oder Bekanntenbesuch verbinden, 9 Prozent planen einen Wellness- bzw. Gesundheitsaufenthalt. Für 6 Prozent darf der Winterurlaub nicht fehlen, 5 Prozent gehen auf Rundreise und 4 Prozent stechen mit dem Kreuzschiff in See. Übrigens, die "jedes-Jahr-am-selben-Urlaubsort"-Reise ist ein Minderheitenprogramm. Nur 15 Prozent der Befragten geben an, seit Jahren das gleiche Urlaubsziel zu besuchen, während 44 Prozent der österreichischen Reisenden immer woanders hinfährt.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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