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Österreichs Tourismus profitiert vom Franken-Schock

14.01.2016

Vor einem Jahr hat die Schweizerische Nationalbank die Anbindung des Franken an den Euro gekippt. Das löste eine schockartige Preissteigerung für Touristen aus dem Euro-Raum in der Schweiz aus. Vor allem der Tourismus in Österreich profitiert davon, wie aktuelle Zahlen des internationalen Buchungsportals Hotel.de zeigen

Winterurlaubsfreuden im Zillertal: günstiger als in der Schweiz

Auch wenn sich der Euro mittlerweile wieder deutlich erholen konnte, befindet sich die Gemeinschaftswährung im Verhältnis zum Franken weiterhin im langfristigen Abwärtstrend und verteuert den Urlaub für Eurogäste in der Schweiz zusätzlich. Besonders eindrucksvoll abzulesen ist beispielsweise die Entwicklung der Übernachtungskosten in der Schweiz an den Daten der internationalen Buchungsplattform Hotel.de. So stiegen die Zimmerpreise seit 2005 auf Frankenbasis zwar nur um moderate 2 %. Gäste, die in Euro zahlten, mussten allerdings gegenüber 2005 knapp 50 % mehr auf den Tresen legen.
Viele Schweizer Hoteliers reagierten nach der Ankündigung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) mit Preissenkungen, dennoch stiegen die Hotelkosten für Eurogäste währungsbedingt um 9,65 % auf 155,02 Euro. Viele Schweizer Tourismusregionen wie Jungfrau, Zermatt, das Berner Oberland oder der Kanton Graubünden mussten starke Nachfragerückgänge hinnehmen. Hier dürfte auch der bislang milde Winter die Bettenauslastung zusätzlich verringert haben.
 

Österreichische Ski-Regionen profitieren
 

Gewinner sind die Anrainerstaaten, für deutsche Urlauber insbesondere Österreich. Der Durchschnittspreis lag hier im Zeitraum nach der Entscheidung der SNB bei 86,91 Euro. Zimmer kosteten im Vergleich zur Schweiz also fast nur die Hälfte. In den Tourismusregionen waren die Übernachtungskosten zwar "nur" rund ein Drittel niedriger, dennoch konnten viele bekannte Regionen wie das Zillertal (102,27 Euro), Kitzbühel (114,70 Euro), Arlberg (111,67 Euro) und Stubaital (102,38 Euro) ein deutliches Plus bei Übernachtungen von durchschnittlich rund 15 % verzeichnen. (Hotel.de/tav)

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