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Der besondere Moment für den urbanen Idealreisenden in Österreich.

ÖW: In der Natur sich selbst finden

10.03.2016

Auf der ITB stellt die Österreich Werbung einem internationalen Publikum die neue Werbelinie der nächsten zwei Jahre vor. In Österreich stieß sie bislang nicht nur auf Begeisterung.

Der österreichische Auftritt auf der ITB (9. bis 13. März) widmet sich dem aktuellen Schwerpunktthema #austriantime. Alle zwei Jahre rückt die Österreich Werbung Facetten Österreichs ins Scheinwerferlicht, die auf aktuelle gesellschaftliche Veränderungen Bezug nehmen und für Urlaubsgäste relevant sein könnten. Aktuell ist es die wachsende Sehnsucht nach mehr „Eigenzeitlichkeit“: Immer mehr Menschen wünschen sich, wieder mehr Zeit für sich selbst zu finden und diese sinn- und genussvoll zu nutzen: im Urlaub! Österreichs Naturräume bieten dafür ein enormes Potenzial, hat die ÖW ganz richtig analysiert. Hier herrscht eine andere Zeit, die österreichische eben. Hier kann man ankommen und aufleben, wie es in einer früheren Kampagne hieß …
#austriantime erleben
 
Am Österreich-Stand auf der ITB soll eben dieses Ankommen erlebbar werden: Auf einer großen, interaktiven Naturfläche entstand durch echte Bäume und Pflanzen eine „österreichische“ Naturlandschaft, die zum Verweilen einlädt – und Besuchern einen Moment des Innehaltens erleben lässt. Ähnliches hat man letztes Jahr mit großem Erfolg auf der Expo in Mailand versucht. Einmal tief Luft holen, weniger ist mehr: Hat prima funktioniert, wir haben es vor Ort ausprobiert – für eine Besichtigung des Messestands auf der ITB war unser Druckschluss leider zu früh.
 
Der „Holzkünstler“ Markus Faißt aus dem Bregenzerwald gestaltete Holzelemente, Hörstationen mit Naturklängen. Die tatsächlich beeindruckenden 360-Grad-Videos sollen die Besucher für einen Moment das Messetreiben vergessen lassen. Auf diese moderne Art und Weise werden Angebote und Regionen aus ganz Österreich präsentiert, die Lust auf eine Begegnung mit der österreichischen Natur machen können. Auf Sonderflächen der einzelnen Bundesländer wurde aus diesem Grund heuer verzichtet.
 

Kritik an Kampagne

 
In Österreich selbst hat die Kampagne Nature Reloaded bzw. #austriantime bislang nicht nur Freunde gefunden: Auf Standard.at höhnt die Postinggemeinde quasi unisono über den „weltfremden“ Werbespot #austriantime, in dem zwei junge, gut verdienende Städter von einem bärtigen Almbewohner empfangen werden und zunächst alles mit ihrem Handy fotografieren müssen. Bis „David“ das Handy in den Bergbach fällt und er merkt, dass er auf einer Alm gar kein Handy braucht. Weltfremd? Logo, es ist Werbung! In knapp drei Minuten erzählt dieser Clip aber eine nette Geschichte (Storytelling!), die nicht ganz abwegig ist. Einen Oscar wird die ÖW dafür nicht gewinnen. 
Und den Pulitzerpreis auch nicht für die Claims auf den begleitenden Plakaten: „die um mich nur Grün Geborgenheit“ steht da oder „der stumm kann ich nur staunen Blick“. Darüber haben sich die Poster auch aufgeregt: komisches Deutsch usw. Eben! Laut Agentur D.N.S. sollen diese Slogans sperrig sein. Und diese auffallende Sperrigkeit funktioniert auch auf Englisch. Deshalb auch die englischen Begriffe in der Kampagne: Nature Reloaded, #austriantime, #feelaustria. „Können die nicht auf Deutsch sein?“, fragte bei der Vorstellung ein österreichischer Touristiker. Für den deutschen Markt schon. Aber man will damit auch und vor allem in Italien, Holland, Großbritannien, Tschechien und den USA werben. 
 

Steirische Kulinarik

Kulinarischer Partner auf der ITB ist in diesem Jahr die Steiermark. Für einen Streifzug durch die österreichische Küche sorgt auf der ITB traditionell Spitzenkoch Franz Raneburger mit seinem Edelweiß-Team. Unterstützt wird er dabei von Schülern aus den Tourismusschulen Bad Gleichenberg.
Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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