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Die Skulpturen-Gruppe vor dem Franz-Xaver-Gruber-Gedächtnishaus in Hochburg-Ach ist der Endpunkt des Franz-Xaver-Gruber-Friedensweges: Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber überreichen Maria und dem Jesuskind das Lied "Stille Nacht! Heilige Nacht!"

OÖ: Strategisch in die Zukunft

13.02.2018

Oberösterreich hat eine neue Tourismusstrategie. Es geht um Zusammenhalt und die Bünderlung der Kräfte im digitalen Zeitalter.

Der Geschäftsführer der Oberösterreich Tourismus GmbH Mag. Andras Winkelhofer, Wirtschafts- und Tourismusreferent LH-Stv. Dr. Michael Strugl sowie der Vorsitzende des Landes-Tourismusrates und Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer OÖ BR Robert Seeber (v.l.n.r.) präsentieren die neue Landes-Tourismusstrategie 2022 für Oberösterreich.

Unter einer Decke aus Stahl wurde sie präsentiert: Die neue Tourismusstrategie für Oberösterreich. Linz, Voest, Stahlwelt:  Das passt auf den ersten Blick nicht zusammen. Industrie und Tourismus. Die Stahlwelt,  ein Museum zum Thema Stahl,  ist freilich beim genauen hinschauen eine touristische Attraktion. Und überhaupt: Tourismus und Industrie – das soll zusammengeführt werden. So steht es in der neuen Strategie. Potenzial gibt es. 6,5 Milliarden Euro Wertschöpfung schafft der Tourismus in Oberösterreich, zehn Prozent der gesamten Wertschöpfung. Deutlich weniger als in anderen Regionen wie Tirol, aber immerhin!

Mehr Budget

Damit das ausgegebene Ziel von plus 15 Prozent an Wertschöpfung bis 2022 erreicht wird, bündelt man in Oberösterreich die Kräfte. Konkret heißt das: 19 statt bislang 104 Tourismusverbände, die Vermarktung erfolgt über die neu gegründete OÖ-Tourismus GmbH, die über eine höhere Ortstaxe bzw. die Fereienwohnungspauschale auch ein höheres Budget bekommt.

Doch wie schaffe ich Aufmerksamkeit in einer Welt, in der sich der Durchschnittsbürger laut aktuellen Studien nur mehr acht Sekunden auf ein Thema konzentrieren kann? Andreas Winkelhofer, der Geschäftsführer des OÖ-Tourismus, nennt die Chancen der Digitalisierung – am riesigen Screen hinter ihm sausen Smileys vorbei, welche die geladenen Gäste über eine App schicken: Das Zeichen: Oberösterreichs Touristiker machen ihre Aufgaben bei der Digitalisierung. Nun gilt es, Smart-Data für jedes Hotel, für jede Gaststätte zugänglich zu machen.   

Faktor Kulinarik

Aber Tourismus funktioniert natürlich auch noch immer schön analog. Als Gegenentwurf zur digitalen Acht-Sekunden-Aufmerksamkeits-Welt. Dabei spielen auch die vielen Gastronomen eine wichtige Rolle. Ein großer Teil des Urlaubserlebnis entstehe über Kulinarik.

Tourismus brauche dafür branchenübergreifenden Netzwerkpartner, lautet die Botschaft von Doris Hummer (WKO) und  dem Landeshauptmannstellvertreter Michael Strugl.  Die Branche sei breiter als bloß Gastronomie und Hotellerie. Klar, konkret geht es um gemeinsame Anstrengungen. Ein Beispiel: Bundesländerübergreifend ging man unlängst die Vermarktung von Stille Nacht an. Sehr erfolgreich.

 

Autor/in:
Daniel Nutz
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