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Optimistische Sommerstimmung

09.06.2011

Wien. Laut ÖHV-Sommerbarometer sieht Österreichs gehobene Hotellerie dem Sommer optimistisch entgegen. Die derzeitige Stimmungslage der Top-Betriebe lässt mehr Nächtigungen und höhere Umsätze erwarten, aber die Ertragslage der Betriebe bleibt angespannt. Steigende Kreditzinsen werden eine immense Herausforderung für die Hotellerie, die die Politik ernst nehmen muss.

Die derzeitige Stimmungslage der Top-Betriebe lässt mehr Nächtigungen und höhere Umsätze erwarten. Bei der Preisdurchsetzung könnte es besser aussehen, aber die Ertragslage der Betriebe bleibt angespannt. Steigende Kreditzinsen werden eine immense Herausforderung für die Hotellerie, die die Politik ernst nehmen muss. 52 Prozent der 1.200 befragten Mitglieder der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) erwarten für den Sommer mehr Nächtigungen, 19 Prozent gehen von einer schwarzen Null aus. Immerhin 29 Prozent denken, dass sie das Vorjahresergebnis nicht erreichen – eine starke Steigerung zum Vorjahr, als 41 Prozent positive und 38 Prozent negative Erwartungen hatten. Den Ausschlag geben die Stadthoteliers: Sie erwarten zu 66 Prozent ein Plus, die Ferienhotellerie zu 46 Prozent.

Wirtschaftliche Situation bleibt angespannt

Auch bei den Umsätzen liegen die Erwartungen deutlich über den Werten der Vorjahressaison: 55 Prozent gehen heuer von einer Steigerung aus gegenüber 45 Prozent im Vorjahr. Rückgänge erwarten heuer 30 Prozent (nach 38 % im Vorjahr). Auch hier schlägt das Pendel deutlich in den positiven Bereich. Die Preisdurchsetzung sieht besser aus, als sie ist: 56 Prozent der Hoteliers sehen die Situation wie im Vorjahr, 25 Prozent besser, 19 Prozent schlechter. „Man darf aber nicht vergessen, dass die Preislage im Vorjahr durchwachsen war. Für die schwierige wirtschaftliche Situation der Betriebe bringt der Sommer also keine Verschnaufpause“, fordern die ÖHV-Präsidenten Sepp Schellhorn und Peter Peer bessere wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Am Rande der Rentabilität
Angesichts hoher Steuerbelastung, steigender Energiepreise und der nötigen Fremdfinanzierung für Investitionen der Hotellerie müsse die Politik die akuten Probleme der KMU ernst nehmen: „Die meisten Betriebe arbeiten am Rande der Rentabilität. Das bestätigt auch der Tourismusbericht des Wirtschaftsministeriums, den der Tourismusausschuss des Parlaments am Dienstag diskutiert hat – leider ohne konkrete Ergebnisse. Steigende Kreditzinsen durch Konjunkturwachstum und Basel III werden jedenfalls eine immense Herausforderung für die Hotellerie“, so die Unternehmer.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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