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Osteuropa im Focus

29.08.2005

Besonderes Augenmerk legt das World Winter Forum 2005, Expertenkongress zum Thema "Wintersport" (12. bis 14. Oktober 2005 im Vienna Center Austria) auf die Entwicklung bestehender und neuer Märkte und Destinationen - 2005 im Fokus: Osteuropa. Moderiert wird dieser spannende Themenkreis von Mag. Franca Kobenter, Direktorin der Österreich Werbung Polen.

"Der österreichische Tourismusmarkt hat sich in den letzten zehn Jahren im Hinblick auf polnische Gäste sehr dynamisch entwickelt", weiß Kobenter. "Allein im Wintersegment hat es einen 98 prozentigen Zuwachs gegeben, und wir haben ein Potential von 2,5 Millionen Polen, die nach Österreich kommen wollen." Das Hauptinteresse liege bei diesen Gästen vor allem im Alpin- bzw. Snowboardsektor. Wellness stehe hier nicht im Vordergrund, werde aber gut angenommen. So seien Kombinationen mit Hallen- oder Thermalbädern sehr beliebt.

"Wer von so weit kommt, dem ist aber vor allem Schneesicherheit wichtig", weist Kobenter auf ein entscheidendes Kriterium hin. "Besonders die Tiroler Gletscher, das Stubaital, Zillertal usw. sind da gefragt." Zu Beginn sei die Skepsis der heimischen Tourismusbetriebe noch spürbar gewesen, habe sich aber Großteils gelegt. "Da sind 15 Jahre vergangen. Schwarze Schafe und Beschwerden über diese gibt`s freilich noch immer, aber man hat gemerkt: Das sind in erster Linie Urlauber mit entsprechender Bildung und Berufen, die Offenheit mitbringen und nicht zu Exzessen neigen."

Österreich sei eben nicht zuletzt deshalb beliebt, weil die Skigebiete hier mehr zu bieten hätten als jene in Polen. "Zakopane ist der klassische Winterkurort mit alpinem Charakter, langer Tradition und mehreren Vier- bzw. Fünfsternhotels, wird aber vor allem von russischen Touristen besucht. Die Aufstiegshilfen sind etwas veraltet, Schneekanonen gibt`s zwar, man geht mit ihnen aber nicht professionell genug um. Und die Lifte sind auf zu viele Betreiber verteilt, praktisch für jeden ist eine eigene Karte nötig", umreißt Kobenter die Problemlage. "Hier sind Investitionen dringend nötig, aber auch am mangelnden Kooperationswillen der verschiedenen Eigentümer muss sich etwas ändern."

Das World Winter Forum 2005
Im Rahmen eines zweitägigen Kongresses im Austria Center Vienna (ACV) widmen sich Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Sport vom 12. bis 14. Oktober 2005 dem Thema Winter in all seinen Facetten. Den Ehrenschutz hat Bundeskanzler Wolfgang Schüssel übernommen.

Das WWF soll gemäß seiner multiperspektiven Ausrichtung Spitzensportler, Eventspezialisten und Zukunftsforscher ebenso wie Tourismusexperten und Umwelt- bzw. Klimaforscher oder Tourismusunternehmer zu Wort kommen lassen und so einen Grenzen und Themen überschreitenden Ideenaustausch ermöglichen.

Infos: www.wec.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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