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osttirol.komm ist online

04.05.2005

Mitfahrbörse, Jobbörse, Diskussionsforen und viele Möglichkeiten zur Vernetzung - Fünf Pilotgemeinden verteilen Fragebögen - weitere Serviceleistungen geplant.

Unter der Webadresse www.rmo.at/osttirol.komm findet man ab sofort ein Webportal mit zwei zentralen Serviceelementen: Mitfahrbörse und Jobbörse.

"Wir möchten mit dem Projekt die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Pendlern verbessern helfen und jene OsttirolerInnen stärker vernetzen, die außerhalb des Bezirkes leben", erklärte RMO-Geschäftsführer Mag. Friedrich Veider den anwesenden Osttiroler Bürgermeistern und Interessensvertretern im Amlacher Gemeindesaal.

Rund 5022 PendlerInnen wurden 2001 offiziell in Osttirol gezählt, der Kreis der potenziellen Nutzer dieses Angebotes ist also groß. Gemeinsam mit Gemeindevertretern entwickelte das RMO einen Pendler-Fragebogen, der in den nächsten Wochen gezielt verteilt wird. Als Pilotgemeinden stellten sich Nußdorf/Debant, Oberlienz, Virgen, Kartitsch und Außervillgraten zur Verfügung.

Dietmar Ruggenthaler, Bürgermeister von Virgen, schildert seine Motivation zur Teilnahme am Projekt: "Virgen hat 700 Pendler. Ich selbst bin zehn Jahre lang Woche für Woche ausgependelt. Es gibt
Landesprogramme, die dem Arbeitsplatzmangel entgegenwirken sollen. Für gezielte Maßnahmen brauchen wir aber auch eine möglichst präzise
Sicht des Problems."

Jede Gemeinde trägt deshalb die Daten der rücklaufenden Fragebögen in eine Internet-Datenbank ein. Das RMO hat Zugriff auf alle Daten, während die einzelnen Gemeinden nur die Porträts ihrer eigenen
Pendler auswerten können. Für Veider ein wichtiger Aspekt des Datenschutzes: "Generell erheben wir keine sensiblen persönlichen Daten, sondern primär Informationen über Arbeitsplatz und Berufsplanung."

Pendler mit Internetanschluss können sich auch selbst auf der Website www.rmo.at/osttirol.komm registrieren und ihr persönliches Profil warten, also beispielsweise die Arbeitsplatzdaten ändern. Wer
sich als Mitglied oder Besucher registriert, kann die Jobbörse oder die Mitfahrbörse in vollem Umfang nutzen.

Unregistrierte Besucher sehen zwar die Angebote, nicht aber deren Absender. Zweite wichtige Zielgruppe neben den Pendlern sind OsttirolerInnen, die außerhalb des Bezirkes leben. Auch für sie gibt
es einen kurzen Fragebogen auf der Website. Friedrich Veider hofft auf möglichst großes Interesse und sieht osttirol.komm auch als Versuch, ein Netzwerk dort zu knüpfen, wo Vernetzung heute millionenfach stattfindet, im Internet: "Dabei geht es nicht um Vereinsmeierei oder patriotische Gesten, sondern um ganz konkreten Nutzen - eine Mitfahrgelegenheit, Jobsuche, wirtschaftliche oder einfach menschliche Kontakte."

Sollte das virtuelle Angebot des RMO von Pendlern und auswärtigen Osttirolern gut angenommen werden, wollen die Initiatoren das Service weiter ausbauen und auch die Wirtschaft integrieren. Veider: "Wir denken an spezielle Waren- und Tourismusangebote, besondere Vergünstigungen, an eine Referentenbörse und vieles mehr." Bereits als Partner an Bord sind AMS, Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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