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„Para-Gastronomie“ ist das Problem

20.10.2020

Die Kammer sieht in „Vereinshäusern und Veranstaltungshallen“ das größte Risiko für die Verbreitung des Coronavirus. 

Aus der regulären Gastronomie stammten nur etwa vier Prozent der Coronainfektionen, sagt Mario Pulker, Gastro-Obmann in der WKÖ.  60 Prozent dagegen aus dem privaten Bereich: „Die Gastronomie ist nicht der Superspreader!“. In der Para-Gastronomie werde weiter hemmungslos konsumiert, ohne Sperrstunden.

4% Ansteckung in der Gastronomie

60% im privaten Bereich

Daher könne die Gastronomie mit der von der Regierung verkündeten Beschränkung der Gästezahlen auf sechs Personen pro Tisch leben, sagte Pulker im Ö1-“Mittagsjournal“. Ohnehin habe die Branche damit gerechnet angesichts der Fallzahlen und Maßnahmen in den Nachbarländern. Ganz allgemein wäre für die Gastronomie und Hotellerie die Eindämmung der Pandemie lebenswichtig, denn solange es Reisewarnungen gebe, werde sich der Tourismus nicht erholen, den aber die Branche dringend brauche. Mit steigenden Fallzahlen werde es auch wieder mehr Home-Office geben – dann breche auch noch das Mittagsgeschäft weg.
Das offene Gesichtsvisier habe sich nicht bewährt, weil es weder für die Mitarbeiter noch für die Kunden den nötigen Schutz biete. Mitarbeiter mit Gesichtsvisier gelten als enge Kontakte (K1) mit Quarantänepflicht, Träger von MNS-Masken als K2-Kontakte, die nach negativen Tests weiter arbeiten dürfen. Auch kenne er einen Fall, wo ein Gast im Wirtshaus Virusträger war und vom Personal nur die eine Person mit Gesichtsvisier angesteckt wurde.

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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