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Perlende Genüsse

15.01.2004

Es muss nicht immer Champagner sein – auch heimischer Sekt eignet sich als Festtagsbegleiter gut.

Rechtzeitig zum frohen Fest sollten auch die kreislauf- und stimmungsfördernden „Edel-Sprudel“ aus Österreich nicht fehlen.
Einen Überblick über 17 renommierte Produkte bietet Ihnen das Ergebnis der ÖGZ-Verkostung vom 11. Dezember. In der Wein-Bar Wine Time, Wien 7, trafen sich Manfred Strametz (Wirt und Weinenthusiast), Megan Dotzova (Buddha Club, Wien), Walter Tucek (ÖGZ/Genießer Atlas), Günther Reindl (Sommelier), Joe Haider (ÖGZ/Genießer Atlas), Richard Schmied (Art of Life/Schmied & Schmied) und Anita Schwab (Marques Bar, Wien) zum „Test für’s Fest“. Unser Dank geht an Josef Schuster von der Firma Del Fabro, Wien, für die Hilfe bei der Vorauswahl und der Bemusterung.
Weil Sektlaune nichts mit Bierernst zu tun hat, sind die Beschreibungen möglichst trocken gehalten. Frei nach Eugene Delacroix: „Wir beschreiben nicht so sehr die Dinge, sondern den Unterschied zwischen den Dingen.“ Es wurde nach dem 20-Punkte-System nach der Einstufung eines Perlweins offen verkostet. Vielen Dank an Manfred Strametz und das Wine Time (www.winetime.at) für die Gastfreundschaft.

Mega-Perls
Bründlmayer Brut 2001, Bisquit, Frucht, Honig – die hedonistitschen Noten in der Nase setzen sich ausgezeichnet am Gaumen fort. Perfekte Balance, hochelegant, alles da! Dieser Sekt kann mit vielen Weinen aus der Champagne mithalten; 17,3
Loimer Brut 1998, Großer Wein. Bisquit, Vanille, Holz ziemlich kräftig, zarter, eleganter Zitruston im Abgang. Erotisch. Der „Krug“ von Österreich kann ein Menü begleiten; 16,7
Schloss Gobelsburg Brut Golden Delicious, how delicious! Fruchtcharme total, cremig, finessenreich und vielschichtig, sehr fein; 16,0
DOM Brut 2000 Schlumberger/Arachon, Angenehme Räucheraromen, vanillig, cremig, reif, harmonisch, sehr fein. Eleganter Begleiter für Speisen; als Aperitif ebenso gut geeignet; 15,3
Schlumberger Blanc de Noirs, Helles Altrosa, ausgewogen, saftig, ausgeprägte Erdbeerfrucht, macht einfach Spaß. Speisenbegleiter bis zum Filetsteak; 15,0
Saubere Sache
Kattus & Racke Hochriegl 1998, Burgundische, etwas strohige Nase, Sämling-Ton (?), aber sauber, harmonisch und reif. Viel besser als das Flaschendesign; 14,6
Zeilinger-Wagner Pinot noir brut, Zuckerlrosa und auch dropsig, rote Beeren, witziger Mainstream. Schmeckt jüngeren Genießern besonders gut. Einem Verkoster hat dieser Wein gar nicht gefallen; 14,6
Perlenreihe
Strauss Welschriesling Apfelig-hefige Nase, feines Mousseux, kernig, mostig. Macht vielleicht statt Cidre Spaß zu Austern; 14,4
Malat Brut 2001, Burgundischer Typ, aber eher einfach und ohne große Tiefe. Strenge Gesamtsäure. Ein Ausrutscher? 14,2
Hans Moser Extra Brut, Würzig, pikant, cremig, etwas breit, hinten Zitrus. Noch etwas unharmonisch, sollte reifen; 14,2
Schandl Brut 1999, Farbe 24 Karat Gold, Gebäcknase, leichter Medizinalton, burgundisch mit Quitten-Ton, super-üppig. Der Rubens unter den Sekten; 14,2
Schlumberger Brut 1999, Nase verhalten, aber sauber und saftig, nussiger Abgang. Etwas kurz, aber sehr ordentlich gemacht; 13,9
Vienna´s Best Dr. Wailand, Würzig-apfelig, herzhafter Biss, Pfefferl, süß-sauer, Zitronenfizzers im Abgang. Schöner Apero; 13,6
Hugl Crèmant, Meeresgeruch (Austern), niedrigeres CO2, salzig, sehr eigenwillig, aber technisch ok; 12,9
Klein Brut Welschriesling, Beissende Nase, dünn, kurz, eher nichtssagend; 12,6
Kattus & Racke Hochriegl Trocken, Wien; Wenig Frucht, ohne Ecken und Kanten, diffus und leicht gerbstoffig, ohne Tiefe; 12,5

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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