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Täglich wechseln die Torten im „Café 3.440“, die Norbert Santeler per Lift in die höchstgelegene Konditorei Europas liefert.

Pitztaler Torten-Gipfel

28.09.2016

Norbert Santelers Eigenkreation heißt nicht nur Gletschereis-Torte, sie entsteht auch auf 2.840 Metern. Ein Besuch in Europas höchstgelegener Konditorei.
 

eine zehn Minuten braucht der Gletscher-Express, bis er aus Mandarfen im Pitztal beim Gletscher-Restaurant „Kristall“ angelangt ist. Hier fallen einem am Buffet neben den klassischen Hütten-Speisen gleich einmal die kunstvollen, handtellergroßen Florentiner auf, die zum Kaffee oder Glühwein gereicht werden. Sie entstehen einen Stock höher in Norbert Santelers Backstube, der höchstgelegenen Europas. 
Noch führt der Weg zur Wirkungsstätte von Santeler und seinen Zwillingstöchtern Sandra und Steffi durch eine Ausstellung zur Gletscherwelt rund um die Wildspitze, Tirols höchsten Berg. Doch ab Saisonbeginn werden hier wieder die beiden riesigen Schaukoch-Pfannen den Duft frisch gerührten Kaiserschmarrens verströmen. Seit mittlerweile 32 Jahren, als sich der Patissier um die Gastronomie mit Gletscherblick beworben hat, kämpft Santeler nun gegen die Elemente. „Vor allem das Schlagen der Eier und Rühren der Massen bei niedrigem Druck ist schwierig“, so der Tiroler, dem „anfangs nicht alle Rezepte aufgegangen sind“. 

Backen nach Wetterbericht

Heute, so lacht sein Bergbahnen-Kollege Marcus Herovitsch, „bäckt er aber nach Wetterbericht“. Und das nicht zu wenig. 10.000 Palatschinken sind es während der Saison (Oktober bis Mai), „wir variieren da zwischen 23 Füllungen“. Dazu kommen allein 150 Portio-nen Kaiserschmarren und 25 Meter Apfelstrudel an Spitzentagen im Winter. Ohne Schockfroster, der hier vorarbeiten hilft, ginge es nicht, so Santeler zur ÖGZ. Denn schließlich will auch noch der „Torten-Express“ versorgt werden, wie man die Lieferfahrt mit der Wildspitz-Bahn zum höchstgelegenen Kaffeehaus der Alpen nennt. Die unternimmt meist eine der Töchter um acht Uhr morgens.
Acht verschiedene Torten gibt es täglich im „Café 3.440“, benannt nach seiner Höhenlage. „Ist der Gast eine Woche bei uns, will er ja nicht täglich das Gleiche sehen“, so der Konditor. Doch die Werke der Santelers gehen nicht nur nach oben: „Wir beliefern vom Gletscher-Restaurant aus auch die Betriebe im Tal. Das ist schon ziemlich ungewöhnlich, normal schafft man immer alles auf den Berg“, lacht der außergewöhnliche Zuckerbäcker.
 

Autor/in:
Roland Graf
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