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Plus bei deutschen Urlaubern

14.10.2005

In diesem Sommer haben wieder mehr Deutsche in Österreich Urlaub gemacht. Wie das Europäische Tourismus Institut (ETI) in Trier vergangene Woche mitteilte, konnte Österreich diesen Sommer seinen Anteil an den Sommerreisen deutscher Urlauber auf 6,6 Prozent erhöhen. Die Deutschen scheinen am Sommerurlaub nicht mehr ganz so stark zu sparen wie im Vorjahr, ergab die Analyse des Sommerferienverhaltens der Deutschen.

54 Prozent der Deutschen haben im heurigen Sommer eine Urlaubsreise unternommen – deutlich mehr als in den Jahren zuvor. 2003 hatten sich zum Beispiel nur 48 Prozent einen Sommerurlaub geleistet, 2004 waren es 51 Prozent.

Die durchschnittliche Reisedauer der Deutschen erhöhte sich von 12,6 (2004) auf 13,1 Tage. Nach der Umfrage des Instituts haben die Deutschen diesmal nicht so sehr am Sommerurlaub gespart wie in den Vorjahren. 2004 und 2003 hatten jeweils rund 58 % der Befragten erklärt, sie hätten einen insgesamt preiswerteren Urlaub als im Jahr zuvor unternommen, 2005 waren es nur 46%. „54% gaben an, sie hätten in diesem Jahr genauso viel Geld für den Urlaub ausgegeben wie früher“, teilte ETI-Geschäftsführer Heinz-Dieter Quack mit.
Nach den Ergebnissen der Befragung waren die Türkei und Kroatien heuer die stärksten Gewinner im Kampf um die Gunst der Deutschen. Deutschland (trotz eines Rückgangs von 35 auf 32%), Italien (11%) und Spanien (9%) liegen unverändert in der Rangliste der beliebtesten Sommerferienziele auf den ersten drei Plätzen.

Österreich erreichte 2005 ein Plus von 2% und landete auf Rang 4.
Rund 50% der von den Trierer Tourismus-Forschern telefonisch befragten 1.050 Deutschen erklärten, sie hätten sich erst nach dem März für ihr diesjähriges Reiseziel entschieden. „Gebucht wurde von jedem Zweiten sogar erst ab Mai“, erläuterte Quack. Offenbar hätten die zahlreichen Frühbucher-Rabattaktionen der Reiseveranstalter das Konsumentenverhalten weniger beeinflusst als erhofft. Das Internet als Mittel zur Reisevorbereitung nahm noch einmal an Bedeutung zu und ist jetzt schon bei der Hälfte der Befragten im Einsatz. 27% nahmen die Hilfe eines Reisebüros in Anspruch.

Die 46% der Befragten, die heuer keine Sommerurlaubsreise machten, gaben dafür vor allem wirtschaftliche Gründe an. 17% der Befragten erklärten zum Beispiel, ihnen seien die Treibstoffpreise zu teuer geworden. Wie die ETI-Forscher ermittelten, planen drei Viertel der Deutschen bereits wieder einen Urlaub für das kommende Jahr – hauptsächlich ins europäische Ausland. Nur 14% sind noch unentschieden.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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