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Positive Aussichten für den Sommer

29.04.2010

Eine groß angelegte Umfrage der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKS zeigt ein gutes Zukunftsbild. Salzburgs Touristiker blicken der kommenden Sommersaison mehrheitlich positiv entgegen.

Nach ersten erfreulichen Meldungen über die zu Ende gehende Winter­saison blicken die Salzburger Unternehmen auch der Sommersaison mehrheitlich positiv entgegen.

Das ergab eine Umfrage der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKS unter knapp 600 Wirten, Hoteliers und Ortsvertrauensleuten.

„Der heimische Tourismus ist auch in Zeiten der Krise seiner Rolle als wichtiges Zugpferd der Wirtschaft gerecht geworden. Nach ersten erfreulichen Meldungen über die zu Ende gehende Wintersaison blicken die Unternehmen auch der Sommersaison mehrheitlich positiv entgegen", sagt Spartenobmann Albert Ebner jun. Wenngleich die Buchungszeiten der Gäste immer kürzer werden, finde Salzburg mit seinem klaren Bekenntnis zu Qualität bei ausländischen Gästen eine immer stärkere Resonanz. Das hätte sich nicht zuletzt beim erfolgreichen Auftritt im Rahmen der weltgrößten Tourismusmesse – der „itb" in Berlin – gezeigt. Angebotsbereiche wie die „Via Culinaria" oder der „Almsommer" seien dort auf großes Interesse gestoßen.

Die Ergebnisse der Umfrage im Detail

Den aktuellen Buchungsstand beurteilen 32 % der Befragten als gleich gegenüber dem Vorjahr, 32 % halten ihn für besser und 36 % für schlechter. Bei der Bettenauslastung sind bei 47 % der Befragten die Erwartungen gleich geblieben, 24 % sehen eine Steigerung und 29 % erwarten einen Rückgang.

Beim Bereich Beschäftigung haben 70 % der Unternehmer angegeben, dass der Mitarbeiterstand im Vergleich zu 2009 gehalten wird, 5 % planen eine Erhöhung und 25 % eine Reduzierung. Was die Beschaffung der Arbeitskräfte betrifft, gaben 59 % an, dass die Lage gleich geblieben ist, 33 % empfinden sie als schwieriger und für 8 % erscheint sie leichter als 2009.

Bei der Preisgestaltung haben 76 % der Befragten ihre Preise gleich gelassen, 19 % haben sie erhöht und 5 % haben die Preise gesenkt.

60 % der Betriebe haben investiert

Auf die Frage, ob für die kommende Saison Investitionen getätigt worden sind, haben 57 % mit Ja geantwortet, 43 % mit Nein. 62 % derjenigen, die investiert haben, haben in neue Ausstattung investiert, 38 % in bauliche Maßnahmen. 30 % davon haben über 100.000 Euro ausgegeben, 27 % bis zu 100.000 Euro und 43 % bis zu 20.000 Euro.

Im Großen und Ganzen erwarten die Befragten in der kommenden Sommersaison keine Veränderung nach Herkunftsländern, eventuell einen Zuwachs aus Osteuropa. Das Budget für werbliche Aktivitäten haben 57 % der Befragten gleich gelassen, 25 % haben es erhöht und die restlichen 18 % haben es eingeschränkt.

„Obwohl das Investitionsniveau der Betriebe weiterhin hoch ist, fällt doch auf, dass es bei der Mitarbeiterbeschäftigung bzw. Rekrutierung Rückgänge bzw. Probleme gibt. Wir werden unsere Bemühungen als Sparte daher weiterhin auf diesen Bereich fokussieren und vor allem bei den Saisoniers rasche und praktikable Lösungen anstreben. Denn trotz einer Erhöhung der Arbeitslosenzahl ist ein Großteil der Suchenden kaum bzw. gar nicht für den Tourismus zu vermitteln", resümiert Ebner.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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