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Positiver Start in die Sommersaison

28.06.2010

Trotz verregneten Mais +3,1% bei den heimischen Nächtigungen.
Im Mai 2010, dem ersten Monat der laufenden Sommersaison 2010, verzeichnete die Statistik Austria mit 6,49 Mio. Gästenächtigungen in Österreich eine Zunahme von 3,1%.

Vor allem die Deutschen ließen sich auch vom Schlechtwetter nicht von einem Österreich-Besuch abhalten.

Im Mai des Vorjahres betrug der Rückgang -11,5% (Rekordmai 2008 mit 7,11 Mio. Nächtigungen). Das positive Ergebnis ist auf den hohen Zuwachs ausländischer Gästenächtigungen zurückzuführen, welche um 7,2% auf 3,94 Mio. zulegten, wobei sich die Verschiebung der Pfingstfeiertage von Juni im Jahr 2009 auf diesjährig in den Mai entsprechend positiv auf das Ergebnis ausgewirkt hat. Der inländische Herkunftsmarkt verzeichnete hingegen einen Rückgang von 2,7% auf 2,55 Mio. Übernachtungen und liegt damit um rd. 70.000 Nächtigungen unter dem Ergebnis des Jahres 2009 (2,62 Mio.). Der Nächtigungszuwachs insgesamt ist hauptsächlich auf Steigerungen beim wichtigsten Herkunftsmarkt Deutschland zurückzuführen, welcher um 6,7% auf 2,18 Mio. zulegte. Mit Ausnahme von Italien (-16,7%) und Belgien (-12,2%) waren alle wichtigen Herkunftsmärkte positiv: Frankreich +1,2%; Niederlande +14,5%; Schweiz +7,6%; USA +22,4%; Russland +26,2%.

Im Mai 2010 konnten vor allem qualitativ höherwertige Unterkunftsarten zunehmende Gästenächtigungen verzeichnen: Hotelbetriebe der 5-/4-Stern-Kategorie steigerten ihre Übernachtungen um 9,3%, während Unterkünfte der 2-/1-Stern Kategorie mit -7,2%, ebenso Privatquartiere mit -6,3% deutlich verloren.

Auch die Zahl der Gäste (=Ankünfte) spiegelt die positive Nächtigungsentwicklung wider; so weist die Zahl der ausländischen Ankünfte mit 1,37 Mio. ein Plus von 6,4% auf. Bei den inländischen Gästen waren im Gegensatz zu den Nächtigungen die Ankünfte mit 0,94 Mio. positiv (+0,5%), was darauf hindeutet, dass aufgrund des schlechten Maiwetters der eine oder andere Aufenthalt frühzeitig abgebrochen wurde. Insgesamt wurden mit 2,31 Mio. um 3,9% mehr Ankünfte in Beherbergungsbetrieben gemeldet (siehe Tabellen 1 und 2).

Betrachtet man das bisherige Kalenderjahr 2010 (Jänner bis Mai), liegt die Zahl der Übernachtungen mit 55,47 Mio. um 0,4% über dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres; für die ausländischen Gäste wurden 41,98 Mio. Nächtigungen (+0,1%) registriert, die Zahl der inländischen Gästenächtigungen nahm um 1,5% auf 13,49 Mio. zu.


Schenner: Tourismus braucht keine Miesmacherei

"Damit lagen wieder alle Katastrophen-Propheten falsch, die ein Minus von 20 Prozent vorhergesagt haben", betont Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ): "Der Tourismus brauchte Optimismus und Zuversicht und nicht Miesmacherei und das Verbreiten von Horrormeldungen durch selbsternannte Interessenvertreter in den Medien".Zum Glück beweise das gute Mai-Ergebnis, dass die Gäste sich nicht durch diese negative Polemik beeinflussen lassen. Der einzige Effekt sei, so der Sprecher der heimischen Tourismuswirtschaft, dass die Betriebe und ihre Mitarbeiter nervös gemacht werden würden.  "Ich habe von Anfang an gesagt, dass es aufgrund des Wetters Gewinner und Verlierer geben wird. Überall dort, wo Tourismus im Freien stattfindet, also etwa in den See-Gebieten, gab es auch leider ein Minus zu verzeichnen, besser gelaufen sind aber die Thermen und die Städtereisen."

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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