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Pro & Contra: Show-Cooking

06.06.2019

Was spricht dafür? Und was dagegen?

PRO

Grillweltmeister Patrick Bayer hat sich aufs Grillen verlegt, weil er Lust dazu hat, mit seinen Gästen zu kommunizieren. Deshalb setzt er draußen nicht nur den klassischen Rost ein, sondern auch die Grillplatte, die letztendlich wie eine Bratpfanne funktioniert. Damit kann man alles Mögliche zubereiten: von Muscheln bis zu Süßspeisen. Hauptsache draußen, Hauptsache vor den Augen der Gäste. Besonders wirkungsvoll, wenn es dazu noch ordentlich raucht und riecht. Das passt zum Trend der offenen Küche, der Zubereitung am Tisch, der Showküche, dem Erlebnis Gastronomie. Transparent ist es auch: Jeder kann sehen, wie und womit gekocht und gegrillt wird. Wer mag, kann mit dem Meister auch ein Fachgespräch führen.

CONTRA

Als Koch mit Gästen zu plaudern ist ja durchaus in Ordnung. Aber muss man sich während der Arbeit unbedingt auf die Finger schauen lassen? Sich vielleicht auch noch sagen lassen, dass man dieses oder jenes anders hätte machen können/müssen? Die Arbeit in der Küche ist hart genug, wer Show will, kann gerne dem Bartender zusehen, sich bei der Drinkauswahl beraten lassen oder sein Herz ausschütten. Das Konzept der Showküche ist nicht immer passend und kann auch gefährlich werden, der Reputation schaden: Herzeigen sollte man nur dann etwas, wenn es auch herzeigbar ist. Einfach nur die Wand zur Küche entfernen und durch Glas ersetzen, ist Unsinn. Da muss auch das Innenleben einer Showküche würdig sein. 

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